Schauspieler beeindrucken mit absurdem „Endspiel“

Absurd, manchmal clownesk, immer eindrucksvoll: Matthias Matz und Jonas Schütte liefern in „Endspiel“ eine starke Vorstellung ab. Die Inszenierung des Stücks von Samuel Beckett ist eine Eigenproduktion des Theaters Duisburg und passt gut zum diesjährigen „Akzente“-Motto „Umbrüche“. Gezeigt wird die symbiotische Beziehung zweier Existenzen. Hamm kann nicht stehen, Clov kann nicht sitzen. Hamm ist der Herr, Clov der Diener. Hamm befiehlt ihm, ihn zu tragen, ihm die Welt zu zeigen. Clov möchte am liebsten Reißaus nehmen. Ihm gelingt es allerdings nicht, seinen Herrn umzubringen oder einfach abzuhauen. Die Welt außerhalb, wahrgenommen durch zwei hängende Fernsehgeräte auf der Bühne, durch die sich etwa die „Erzeuger“ zu Wort melden, zerfällt.

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Absurd, manchmal clownesk, immer eindrucksvoll: Matthias Matz und Jonas Schütte liefern in „Endspiel“ eine starke Vorstellung ab. Die Inszenierung des Stücks von Samuel Beckett ist eine Eigenproduktion des Theaters Duisburg und passt gut zum diesjährigen „Akzente“-Motto „Umbrüche“. Gezeigt wird die symbiotische Beziehung zweier Existenzen. Hamm kann nicht stehen, Clov kann nicht sitzen. Hamm ist der Herr, Clov der Diener. Hamm befiehlt ihm, ihn zu tragen, ihm die Welt zu zeigen. Clov möchte am liebsten Reißaus nehmen. Ihm gelingt es allerdings nicht, seinen Herrn umzubringen oder einfach abzuhauen. Die Welt außerhalb, wahrgenommen durch zwei hängende Fernsehgeräte auf der Bühne, durch die sich etwa die „Erzeuger“ zu Wort melden, zerfällt.

Schon zu Beginn verkündete Clov mit tonloser Stimme dem blinden und bewegungsunfähigen Hamm: „Ende, es ist zu Ende, es geht zu Ende, es geht vielleicht zu Ende.“ Erinnerungen mischen sich mit aktuellen Sticheleien. Hass und Zynismus , Verzweiflung und Zärtlichkeit mischen sich in die Beziehung. Regisseur Kevin Barz lässt die beiden durch schwarze Konfettischnipsel waten und wälzen. Ab und an rennt Clov wieder zur Tür, doch er drückt nie die Klinke. Erst als er sein rosa-farbiges Tutu abstreift und sich die weiße Clownsschminke vom Gesicht reibt, kann er sich von seinem Gebieter lösen.

Beide Schauspieler beeindrucken durch ihre Präsenz. Das Publikum applaudiert langanhaltend. Für die Vorstellung am heutigen Montag, 20 Uhr, gibt es noch Karten an der Abendkasse. Tickets: 15 Euro.

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