Duisburger Phjlharmoniker

Saisonstart mit dem neuen Salonorchester

Saisonstart der Philharmoniker im Theater Duisburg mit „Rosen aus dem Süden“ am 07.09.2018 im Theater Duisburg, Foto: Zoltan Leskovar / FUNKE Foto Services

Saisonstart der Philharmoniker im Theater Duisburg mit „Rosen aus dem Süden“ am 07.09.2018 im Theater Duisburg, Foto: Zoltan Leskovar / FUNKE Foto Services

Foto: Zoltan Leskovar / FUNKE Foto Services

Duisburg.   Neues Ensemble der Philharmoniker stellt sich im ausverkauften Opernfoyer vor. Alexandra von der Weth als Lockmittel für begeistertes Publikum.

Die Musiker der Duisburger Philharmoniker erfinden sich immer wieder neu: Nun hat sich aus den Reihen des Ensembles ein Salonorchester gegründet. Das Debütkonzert stand unter dem Motto „Rosen aus dem Süden“. Als besonderes Lockmittel für das Publikum war Sopranistin Alexandra von der Weth engagiert worden, so dass ihre Fans in Scharen strömten und das Konzert im ausverkauften Opernfoyer stattfand.

Klassiker mit feinperligem Schwung

Geleitet wird das Salonorchester von Tonio Schibel, einem der Konzertmeister des Orchesters. Weil ein Salonorchester „anders“ aussehen muss, wie Schibel verrät, sind die Damen in Rot gekleidet, die Herren tragen rote Hosenträger und Fliegen zum weißen Hemd. Wer sein Instrument im Stehen spielen kann, macht dies auch, so dass die Energie des Musizierens noch deutlich sichtbarer wird.

Das Ensemble beginnt mit der Ouvertüre zu „Die Fledermaus“ und musiziert den Klassiker mit feinperligem Schwung. Das Salonorchester ist mit vier Musikerinnen und zwölf Musikern größer besetzt als das Johann-Strauß-Ensemble, das im gleichen Repertoire tätig ist. Für das Opernfoyer genau die richtige Größe: Der Klang ist füllig und die Bläser und Schlagwerk sorgen mit hübschen Soli für Abwechslung.

Alexandra von der Weth, die zwischen 1997 und 2003 der Sopranstar der Deutschen Oper am Rhein war, präsentiert sich mit selbstbewusst auftrumpfendem Sopran. „Du sollst der Kaiser meiner Seele sein“ singst sie ganz elegant, ohne dabei schmalzig zu werden. In den weiten Melodiebögen in Nico Dostals „Ich bin verliebt“ verfügt von der Weth über scheinbar endlose Atemreserven.

Zuhörer feiern Instrumentalstücke

Schon nach dem Vilja-Lied von Franz Lehar, das den ersten Teil des Abends beschließt, gibt es für Alexandra von der Weth viele Bravo-Rufe und Blumen. Selbst in der Pause kommt die Sängerin kaum zur Ruhe, weil die Fans sich mit Präsenten und Worten bei ihr bedanken.

Schwungvoll geht es im zweiten Teil mit „Klänge der Heimat“ aus „Die Fledermaus“ weiter. In „Wiener Blut“ kann Tonio Schibel seine Geige so richtig schmachten lassen. Eine Bühnenpersönlichkeit wie Alexandra von der Weth begnügt sich aber nicht nur mit ihren Arien, sondern bei der Tritsch-Tratsch-Polka spielt sie die Triangel und beweist Taktgefühl. Etwas übertrieben wirken dann aber ihre Tanzeinlagen zu „Meine Lippen sie küssen so heiß“.

Das Publikum ist über den Auftritt der Sängerin total aus dem Häuschen, und auch das pointiert aufspielende Salonorchester wird für die Instrumentalstücke gefeiert. Kein Wunder, dass sich die Zuhörer eine Zugabe erklatschen. Eigentlich hätte man eine Operetten-Arie mit von der Weth erwartet, doch die gab es nicht. Stattdessen erklingt „Unter Donner und Blitz“ von Johann Strauß. Die Sopranistin zeigte aber auch hier souveränes Rhythmusgefühl, nämlich am Becken.

>>>Weiterer Termin im Februar im Steinhof

Wer das Konzert im Opernfoyer am vergangenen Samstag verpasst hat, kann das Besuch nachholen: Am Sonntag, 17. Februar 2019 ist das gleiche Programm noch einmal im Huckinger Steinhof zu erleben.

Sopranistin Alexandra von der Weth ist dann im großen Saal des Bürgerzentrums an der Düsseldorfer Landstraße 247 auch wieder mit dabei – sicher zur Freude ihrer großen Zahl von Fans unter den Duisburger Musikfreunden.

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