Freizeit

Revierpark Mattlerbusch soll frische Salzluft behalten

Das Gradierwerk im Revierpark Mattlerbusch umschließt den Saunabereich. Bei einem Herbststurm 2015 ist es stark beschädigt worden. Die Erneuerung kostet 500.000 Euro. Foto: Hans Blossey

Das Gradierwerk im Revierpark Mattlerbusch umschließt den Saunabereich. Bei einem Herbststurm 2015 ist es stark beschädigt worden. Die Erneuerung kostet 500.000 Euro. Foto: Hans Blossey

Duisburg.  500.000 Euro kostet die Erneuerung des Gradierwerks an der Duisburger Niederrheintherme. Alle wollen sie und hoffen jetzt auf das Geld dazu.

Das Gradierwerk im Revierpark Mattlerbusch, das Saunabesuchern frische und gesunde salzige Luft um die Nase weht, soll auf jeden Fall im kommenden Jahr erneuert werden und damit erhalten bleiben. Die Finanzierung für die veranschlagten Kosten von 500.000 Euro ist zwar noch nicht endgültig gesichert, aber für die Parkleitung und auch die Vorsitzende des Revierparkbeirates Ellen Pflug hat das Gradierwerk „oberste Priorität“.

„Ich bin mir der hohen gesundheitlichen Bedeutung des Gradierwerks bewusst, auch als Alleinstellungsmerkmal des Revierparks fehlt ein funktionsfähiges Gradierwerk. Sowohl die Park- als auch die Thermenbesucher vermissen die salzhaltige Luft rund um das Bauwerk“, erklärt Pflug, nachdem der Beirat jetzt grünes Licht gab. Nun sollen die Parkgesellschafter, Stadt Duisburg und Regionalverband Ruhrgebiet (RVR), zu einer schnellen Entscheidung gedrängt werden.

Die Holzkonstruktion ist weitgehend in Takt

Schwere Sturmschäden hatten die 1995 errichtete Reisigwand, beliebtes Wahrzeichen der Mattlerbuscher Niederrheintherme, vor drei Jahren weitgehend zerstört. Seitdem ist es mit Planen verhangen – der endgültige Abriss drohte. Saunagäste und Besucher des Revierparks sammelten daraufhin 6000 Unterschriften für den Erhalt des Gradierwerks. Hoffnungen, die Saline aus dem bewilligten, 5,6 Millionen Euro umfassenden Investitionsprogramm „Grüne Infrastruktur“ für den Revierpark erneuern zu können, zerschlugen sich aber. Doch Sandra Blat y Bränder, derzeit kommissarische und ab 2019 fest eingesetzte Parkleiterin, ist zuversichtlich, dass der RVR bei der Geldersuche fündig wird.

Facharchitekten aus Kassel haben in der Zwischenzeit das Gradierwerk untersucht. Danach ist laut Blat y Bränder, die Holzkonstruktion weitgehend intakt, so dass nur das Reisig ausgetauscht werden muss. Da aber gleichzeitig künftig ein Dach die Saline vor der Witterung schützen soll, bleibt es bei den erwarteten Kosten von 500.000 Euro. Anfang 2019 rechnet die Parkleiterin mit einer endgültigen Entscheidung.

Urban gardening und Bauspielplatz

Weitgehend gereift sind unterdessen die Pläne für die ökologische Umgestaltung und Attraktivierung des Revierparks ab 2020 im Zuge des Investitionsprogramms „Grüne Infrastruktur“, die die neue gemeinsame „Freizeitgesellschaft Metropole Ruhr“, zu der auch der Revierpark Mattlerbusch gehört, mit Landesfördermitteln umsetzen will. Der Mattlerbusch soll naturnaher, barrierefreier und freizeitorientierter werden und als eigenes Profil „einen Tag Ferien“, versprechen. Das dafür zunächst auch geplante „Heuhotel“ wird aber nicht gebaut, so Blat y Bränder.

Zum Mattlerbusch-Programm gehören Spiel- und Bewegungsbereiche für Jung und Alt, ein neuer Bauspielplatz und „Urban gardening“-Anlagen für Bürger mit grünem Daumen mit Beeten und Erlebnispfaden. Außerdem sollen ungenutzte versiegelte Flächen renaturiert werden, alte Spielgeräte und Mauern zurückgebaut werden. Zur ökologischen Aufwertung sollen zudem große Blüteninseln in dem Park angelegt werden und Teiche optimiert werden. Auch soll es eine neue insektenfreundliche Beleuchtung geben.

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