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Prostitution - 16-Jährige bei Razzia in Duisburg abgeführt

Symbolbild. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an Kräften an.

Symbolbild. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an Kräften an.

Foto: Polizei Duisburg / Polizei

Duisburg.  Im Kampf gegen Prostitution haben Polizei und Ordnungsamt in der Nacht zu Sonntag auf einem Parkplatz am Zoo in Duisburg eine Razzia durchgeführt.

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Bei einer Razzia von Polizei und Ordnungsamt auf einem Parkplatz nahe des Duisburger Zoos ist in der Nacht zu Sonntag eine 16-Jährige wegen Prostitutionsverdachts abgeführt worden. Außerdem gab es nach Polizeiangaben drei Festnahmen, darunter die eines zur Fahndung ausgeschriebenen 26-Jährigen, gegen den zwei Haftbefehle vorlagen.

Insgesamt wurden nach Polizeiangaben 56 Menschen kontrolliert, darunter 27 Frauen. Die Einsatzkräfte schrieben demzufolge acht Anzeigen unter anderem wegen Förderung der Prostitution Minderjähriger, Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und des Verdachts der Zuhälterei. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes stellten in neun weiteren Fällen Verstöße gegen das Prostituiertenschutzgesetz fest, hieß es im Polizeibericht.

Parkplatz stand im Fokus der Polizei

Im Vorfeld hatte die Polizei nach eigenen Angaben Hinweise bekommen, dass sich auf dem Parkplatz minderjährige Mädchen prostituieren. Die 16-Jährige, die bei der Razzia aufgegriffen worden war, sollte am Sonntag einer Jugendschutzstelle übergeben werden, teilte die Polizei mit.

Ein Polizist wurde bei dem Einsatz bei der Kontrolle von Personalien durch einen Mann am Daumen verletzt, blieb aber dienstfähig, hieß es. Eine Frau ging bei der Kontrolle gleich zweimal den Beamten „ins Netz“, heißt es im Polizeibericht: Nach ihrer Kontrolle auf dem Parkplatz sei eine 23-Jährige wenig später auf der Mülheimer Straße aufgegriffen worden. Sie war mit zwei Männern, 43 und 41 Jahre alt, in einem Mercedes unterwegs. Bei dem Jüngeren der beiden seien laut Polizei 2150 Euro in bar und zwei Blister blaue Pillen sicher gestellt worden. Woher er das Geld hatte, habe der 41-Jährige der Polizei nicht erklären können. Das Geld wurde eingezogen.

Die Razzia auf dem Parkplatz „Monning“ sei Ergebnis eigener Ermittlungen. Anwohner hätten in der Vergangenheit die Polizei öfter darauf hingewiesen, dass auf dem Parkplatz Prostituierte ihre Dienste anböten - darunter offenbar auch Minderjährige, teilte die Polizei mit. „Diese Hinweise nehmen wir ernst“, hieß es bei der Polizei. Dort zeigte man sich am Sonntag „sehr zufrieden“ mit dem Ergebnis der Razzia: „Wir haben gezeigt, dass wir uns für die öffentliche Ordnung einsetzen“. (mit dpa)

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