Kulinarische Schnitzeljagd

Premiere für die kulinarische Schnitzeljagd in Duisburg

Die Teilnehmer konnten sich entscheiden, in welcher Reihenfolge sie die teilnehmenden Restaurants besuchten. Zwischendurch war es zwar voll - aber die 350 Radler kamen nie alle auf einmal.

Die Teilnehmer konnten sich entscheiden, in welcher Reihenfolge sie die teilnehmenden Restaurants besuchten. Zwischendurch war es zwar voll - aber die 350 Radler kamen nie alle auf einmal.

Foto: Zoltan Leskovar / FUNKE Foto Services

Duisburg.   Premiere für die kulinarische Schnitzeljagd in Duisburg: Rund 350 Entdecker radeln für Leckereien von Tür zu Tür. Das haben sie dabei erlebt.

Irmgard Pape nippt an ihrem kalten Getränk im Café „Evergreen“ und schaut sich in dem Lokal mit den dunkelgrünen Sesseln an der Wallstraße um: „Find ich total süß. Ich mag die kleinen Cafés, die haben ein schönes Flair“, sagt die Marxloherin fest und leert ihren Becher. Dann geht es schon weiter zur nächsten Adresse – denn insgesamt 14 gastronomische Betriebe stehen am Wochenende bei der „kulinarischen Schnitzeljagd“ auf dem Plan. In Duisburg ist die etwa 25 Kilometer lange Entdeckertour quer durch die Innenstadt, Neuenkamp, Neudorf, Duissern und Wanheimerort an diesem sonnigen Tag eine Premiere.

Dahinter steckt Peter Wiedeking, der 2014 die erste Schnitzeljagd dieser Art in Düsseldorf organisiert hat: „Die Idee ist, dass man kleine, interessante Cafés und Restaurants mal kennenlernt“, sagt der Veranstalter. Dazu gehören zum Beispiel „Simply Coffee“ und der Weinhandel „Kalt.Weiss.Trocken“ am Sternbuschweg oder die „Pommeserei“ am Ludgeriplatz, die den Schnitzeljägern auf ihrem Weg kleine Köstlichkeiten servieren.

Hausgemachtes Treberbrot

Im Webster am Dellplatz gibt es hausgemachtes Treberbrot und ein Bierchen nach Wahl, das Café „Pollok neues Glück“ hat Zimtschnecken gebacken.

Ausgearbeitet wurde die Strecke von Dagmar Dahmen, der Erfinderin der Schimmi-Touren, und Fabienne Piepiora, die im vergangenen Jahr den Reiseführer „Duisburg erleben“ geschrieben hat. „Ich hab‘ mir überlegt: Welche Läden sind nett und inhabergeführt, vielleicht noch nicht so bekannt und gut mit dem Rad zu erreichen“, erklärt Fabienne Piepiora, die auch durch ihre Arbeit als Redakteurin die kulinarischen Angebote kennt.

Mit einem blauen Bändchen am Arm geht’s von Tür zu Tür. Peter Wiedeking will mit der Tour auch „die Trägheit der Leute ein bisschen aufbrechen“: Viele sagen zwar immer, dass sie etwas Neues ausprobieren wollen, täten es aber doch nicht.

Muhamed Khalil hat eine ähnliche Beobachtung gemacht. Sein Imbiss „Falafel 1001“ an der Hansastraße gehört zu den Schnitzeljagd-Adressen. „Da war zum Beispiel eine Frau, die um die Ecke wohnt und es bisher noch nicht geschafft hat, vorbeizukommen“, erzählt er.

Frittierte Bällchen aus Kirchererbsen

Er bietet Falafel, also frittierte Bällchen aus Kichererbsen, in allen möglichen Variationen, an – mit Hummus oder Salat, als Teller oder im Sandwich zum Beispiel. Die Schnitzeljäger dürfen eine der knusprigen Kugeln probieren. „Schön, dass man verschiedene Leute kennenlernt“, sagt Khalil zu der Tour-Idee.

Irmgard Pape will bei der Schnitzeljagd mit einer Freundin mal über den kulinarischen Tellerrand schauen. „Einige Läden sind dabei, die ich noch nicht kenne“, gesteht sie. Wie zum Beispiel das Café Evergreen, bei dem die Freundinnen am Vormittag ihre Route begonnen haben. „Gestartet sind wir schon mal bombig“, sagt Pape und schwingt sich auf den Sattel, um die nächste Leckerei zu erradeln.

Wiederholung geplant

„Ich freue mich, dass das Konzept auch in Duisburg so gut ankommt. Wir warten nun auf das Feedback der Teilnehmer und Gastronomen und werden es garantiert wiederholen“, erklärt Dagmar Dahmen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben