Wirtschaft

Preise für die besten Gründerideen im GRIID-Wettbewerb

Die Gewinner: Lars Höcker und Christoph Steinmetz (Famos , 1. Platz), Ivan Novohatskiy (Disciplina Chirurgica , 2. Platz) und Jannik Lüpfert (styLS-tech , 3. Platz , von links) bei der Siegerehrung im Tec-Tower in Neudorf.

Foto: Stephan Eickershoff

Die Gewinner: Lars Höcker und Christoph Steinmetz (Famos , 1. Platz), Ivan Novohatskiy (Disciplina Chirurgica , 2. Platz) und Jannik Lüpfert (styLS-tech , 3. Platz , von links) bei der Siegerehrung im Tec-Tower in Neudorf. Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Mit ihren Geschäftsideen haben sich 26 junge Gründer beim Wettbewerb der Gründungsinitiative Innovation Duisburg (GRIID) beteiligt.

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Sie haben Geschäftsideen für ein Fußball-Managerspiel, entwickeln Übungsgeräte für angehende Chirurgen und stellen mittels selbstentwickelter Lasertechnik dekorative Bilder her. Mit ihren Projekten haben sie sich beteiligt an der Wettbewerbsrunde der Gründungsinitiative Innovation Duisburg (GRIID), die drei besten von insgesamt 26 eingereichten Business-Plänen wurden nun ausgezeichnet.

Die betriebswissenschaftlichen Grundlagen, die aus einer guten Idee erst eine wirtschaftlich tragfähige Firma machen, haben in den vergangenen sechs Monaten 70 Teilnehmer beim SBM-Projekt (Small-Business-Management) der Universität Duisburg-Essen, dem Kernstück von GRIID, gelernt. 100 Gründungsinteressierte hatten sich für die Teilnahme beworben.

Gute wirtschaftliche Situation in Deutschland

„Duisburg ist ein guter Startplatz für Unternehmen“, sagt Ralf Meurer, „Berlin macht jeder, aber dort ist die Konkurrenz groß, während im Ruhrgebiet die industriellen Kunden sind“, so der Chef der Wirtschaftsförderung (GfW). Sich selbstständig zu machen, sei weiterhin attraktiv, betont Markus Nacke. Der IHK-Referent für Existenzgründung verweist auf die zuletzt sinkenden Gründerzahlen: „Das spiegelt auch die gute wirtschaftliche Situation in Deutschland wider.“

Mit dem Wissen, das sich alle SBM-Teilnehmer in 140 Stunden neben Studium und Beruf angeeignet haben, können sie nun ihre Firma ans Laufen bringen. Als Sieger dürfen Lars Höcker, Christoph Steinmetz, Hendrik Schneider und Christian Wenning dafür ein Jahr lang ein mietfreies Büro im Neudorfer Tec-Center nutzen. Mit Famos (Fußball Amateur Manager Online Spielen), ihrer Entwicklung, können Nutzer virtuell zum Manager eines Amateurligisten werden. Mittels eines durch einen Algo-rhythmus hinterlegten Punktesystems, werden Spieler bis hinunter zur Bezirksliga auf der Basis ihrer real erbrachten Leistungen bewertet. „Die einzige Simulation für Amateur-Ligen mit Echtzeit-Bezug“, lobt Laudator Helge Kipping (Sparkasse Duisburg). Mehr auf: www.famos-manager.de

Chirurgen üben virtuell Nahttechniken

Disciplina Chirurgica heißt das Projekt von Ivan Novohatskiy. Der Russe, selbst Medizinstudent, baut Simulatoren, mit denen Chirurgen Nahttechniken und minimalinvasive Eingriffe lernen und üben können. Laudator Michael Reimann (Volksbank Rhein-Ruhr): „Sie haben das Potenzial, Menschenleben zu retten und zu verlängern.“

Produktmaschinen zur Herstellung von dekorativen Bildern haben die Ingenieure Jannik Lüpfert und Stefan Sellmann entwickelt. Starthilfe für ihre „styLS-tech GmbH“ gibt der 3. Platz.

100 Kooperationen in Forschung und Lehre

Wie finanziere ich Gründungsideen, und welche Institutionen stehen dafür zur Verfügung? Solche und andere Fragen können Gründungswillige und Studierende am morgigen Mittwoch, 19. Juli, beim „CEO-Dialog“ an der Universität Duisburg-Essen (UDE) mit Experten klären.

Der CEO-Dialog ist Teil der Kooperation der Universitätsallianz Ruhr (UDE, Uni Bochum, TU Dortmund) und des Initiativkreises Ruhr, der 70 führende Unternehmen des Ruhrgebiets vertritt. Unter dem Motto „gemeinsam besser“ gibt es über 100 Kooperationen in Forschung, Lehre und Verwaltung.

Die Entwicklung des Ruhrgebiets vorantreiben

Deren Ziel ist es, die Entwicklung des Ruhrgebiets voranzutreiben und seine Zukunftsfähigkeit zu stärken. Am Mittwoch steht das Thema Gründungsfinanzierer und Finanzierungsgründer im Mittelpunkt. „Zum einen geht es um den 30 Millionen-Euro-Gründerfonds, den der Initiativkreis mit der NRW-Bank aufgelegt hat, zum anderen um eine Diskussion mit Gründungsfinanzierern, in der etwa auch Gründer einer Crowdfunding-Plattform zu Wort kommen.“, so Prof. Volker Breithecker (UDE).

Ziel ist, Vorstände oder Geschäftsführer mit Gründungswilligen ins Gespräch zu bringen. Neben Fachleuten wie Bernd Rolfes (Lehrstuhl für Banken und Betriebliche Finanzwirtschaft), Dr. Thomas A. Lange (Initiativkreises Ruhr), Joachim Bonn (Sparkasse DU), und Ute Gerbaulet (Bankhaus Lampe) stehen auch UDE-Absolventen zur Verfügung, die sich im Finanzbereich selbstständig gemacht haben.

Info: CEO-Dialog, Mittwoch, 19. Juli, ab 18 Uhr, Aula Geibelstraße 41, weitere Informationen unter www.i-r.de

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