Kultur

Platzhirsch-Festival startet am Freitag um den Dellplatz

Bereits zum fünften Mal gibt es das Platzhirsch-Festival. Seit Monaten organisieren die Macher im Hintergrund das Programm. 

Bereits zum fünften Mal gibt es das Platzhirsch-Festival. Seit Monaten organisieren die Macher im Hintergrund das Programm. 

Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Eine Übersicht durch das Programm-Dickicht. Festival lockt mit Konzerten, Lesungen und Mitmach-Aktionen. An der Abendkasse gibt es noch Karten.

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„Wir haben uns schon zurückgehalten, es sind noch rund 120 Programmpunkte“, schätzt Thorsten Töpp, einer der Programm-Macher beim „Platzhirsch“ vor. Ab Freitagabend findet wieder rund um den Dellplatz das „Festival der Artenvielfalt“ statt – mit Konzerten, Lesungen und Ausstellungen. Ein kleiner Wegweiser durchs Programmdickicht.

Musik für Mensch und Huhn

Die großen Namen stehen erst einmal nicht im Programm. „Aber wir haben wieder viele Bands dabei, die es zu entdecken lohnt“, sagt Sebastian Schwenk. Es sei eine bewusste Entscheidung. „Wir könnten auch für eine Band 15 000 Euro zahlen, aber dann müssten wir auf andere verzichten“, erklärt Schwenk. Jazz-Liebhaber sollten sich das Konzert von Kai Schumacher merken, der am Samstag ab 21.15 Uhr in der Kirche am Dellplatz seine neue CD vorstellt. Im Gotteshaus sind am Freitag, 20.15 Uhr, bereits „Soundtrips NRW“ mit Steve Beresford zu Gast. Zu hören gibt’s improvisierte Musik. Sebastian Schwenks Tipp ist die Gruppe „DŸSE“. Zwei Jungs mit Gitarre, Schlagzeug und ihren Stimmen eine beeindruckende Show abliefern (Samstag, 21.30 Uhr) im Grammatikoff. Ein Heimspiel hat Philipp Eisenblätter, ein Singer-Songwriter aus Huckingen. Er hat am Samstag, 20 Uhr, im „Mimi e rosa“ seine eigenes Songs dabei. Die wohl ungewöhnlichsten Zuhörer sind die Hühner von Susan Feind. Beim Konzert „Musik und Huhn“ (Samstag, 15 Uhr im Studio des Grammatikoff) werden Musiker für die Hühner von

Susan Feind spielen – auch Menschen dürfen zuhören.

Poetry & Performance

„Die Nichtkniende“ heißt eine Performance am Freitagabend (ab 18 Uhr) im Lehmbruck-Museum. Fünf Künstlerinnen wollen ihr Publikum verzaubern mit einer theatralen Performance am Ofenrohr oder mit einer glitzernden und konzentrierten „Popvideocarnevalcluborgie“.

Ganze zwölf Stunden, nämlich von 11 Uhr bis 23 Uhr, dauert die Performance der „sozialistischen Luftschiffkapitäninnen“ in der Galerie „Jetzt am Dellplatz. Dahinter stecken Berndt, Christina Böckler, die 100 Jahre Russische Revolution, 150 Jahre „Das Kapital“ und 199 Jahre Karl Marx zum Anlass für ihre multimediale Lecture-Performance nehmen. Kapital und Kaffee werden den Zuschauern garantiert.

In der neuen Galerie SG1 liest am Samstag (18.30) Ralf Koss „Nach dem Anpfiff ist alles möglich.“ Danach gibt es einen Poetry Slam.

Auf dem Platz

Wie immer sind die Konzerte auf dem Platz „umsonst und draußen.“ Außerdem sind zahlreiche Duisburger Gastronomen zur Stelle, um die Besucher mit Speis und Trank zu versorgen. Außerdem sind zahlreiche (Mode-) Designer zu Gast. Am Sonntagmorgen um 11 Uhr findet auf dem Dellplatz „Harry, der Frühstücksmob“ in Kooperation mit der Flüchtlingshilfe Neudorf statt. Jeder, der mitmachen möchte, kann vorbei kommen und sollte etwas zu essen oder trinken mitbringen.

>>>> 130 Freiwillige arbeiten hinter den Kulissen

130 Freiwillige arbeiten hinter den Kulissen mit, um das Festival auf die Beine zu stellen. Sechs Stunden kontrollieren sie am Einlass, helfen an der Infotheke weiter oder im Bierwagen mit. Eine eher undankbare Aufgabe ist es, morgens den Platz zu fegen und für den neuen Festivaltag vorzubereiten. Für den Einsatz bekommen die „Volunteers“ im Gegenzug freien Eintritt an allen Tagen, es gibt Verpflegung und einen Blick hinter die Kulissen. „Als wir damals angefangen haben, waren wir vielleicht 50. Wir bekommen viele Anfragen, und die meisten stehen auch parat, wenn sie gebraucht werden“, erklärt Mit-Organisator René Wolf. Damit sich die Ehrenamtlichen besser kennen lernen, gab’s nun ein Konzert mit der Band „Chimprellas“im Rheinpark. Und nach dem „Platzhirsch“ wird noch einmal gefeiert.

>> Noch Tickets zu haben: Einzelkarten kosten 18 Euro

Karten gibt’s noch bis Donnerstagabend im Vorverkauf (Festivalticket 30 Euro) sowie am Freitag dann zum Abendkassenpreis von 35 Euro.

Für Freitag, Samstag, Sonntag gibt’s ebenfalls Tageskarten, die 18 Euro kosten. Eine Übersicht über das komplette Festival-Programm gibt’s online im Netz: www.platzhirsch-duisburg.de.

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