Gesundheit

Piks gegen Heuschnupfen

Die chinesische Ärztin Lu Yang platziert Nadeln für die Akupunktur am Modell eines Ohres.

Die chinesische Ärztin Lu Yang platziert Nadeln für die Akupunktur am Modell eines Ohres.

Foto: NRZ

Duisburg.   Die Duisburger Gesundheitsmesse „vivare“ bietet am 24./25. März viel kostenloses: Auch ein Ohr-Akupunktur-Schnelltest ist darunter. Heilpraktikerin Lu Yang, die seit fünf Jahren mit dem Klinikum Duisburg kooperiert, klärt über Traditionelle Chinesische Medizin TCM auf. Vergangenes Jahr „schröpfte“ sie Skeptiker

Die Augen jucken, die Nase läuft – es ist Heuschnupfenzeit. „Bei einer akuten Allergie kann man durch die Akupunktur eine Verringerung der Beschwerden erreichen“, sagt Heilpraktikerin Lu Yang, „viel besser ist aber eine Vorsorgebehandlung bereits im Winter.“ Und auch wenn die Patientenzahl in Yangs „Traditionell Chinesischer Medizin“-Praxis seit der Eröffnung vor fünf Jahren steigt: Während der kostenlosen Gesundheitsmesse "vivare" will sie mehr Skeptiker erreichen und Allergikern langfristig helfen.

Besucher ließ sich schröpfen

„Manche Besucher gehen am Stand vorbei, obwohl man ihnen anmerkt, dass sie Fragen haben“, erinnert sich Yang an die vergangene Messe. Seit längerem setzten Yang und ihr Kooperationspartner, das Klinikum Duisburg, in welchem sie stationäre Patienten behandelt, darum aufs Gesundheitserlebnis. Mal mit chinesischer Selbstmassage am Fuß, mal ließen sich Besucher schröpfen – allerdings kostenlos. Wer will, dem wurde ein erwärmtes Schröpfgläser auf die Haut aufgesetzt. Beim Abkühlen entsteht ein Unterdruck der dabei helfen soll, Schadstoffe aus dem Körper auszuleiten. Diesmal geht’s Neugierigen an die Ohren.

„Mit einem kleinen Gerät kann ich die Akupunkturpunkte am Ohr untersuchen“, erklärt die gebürtige West-Chinesin aus dem Kanton Wuhan. Ähnlich wie die Schnelldiagnose per Pulsmessung erhielte Yang so Anhaltspunkte was dem Patienten fehle: „So erhält man rasch einen ersten Eindruck und weiß ungefähr welches System im Körper betroffen ist. Also ob beispielsweise das Magen-Darm-System schwach oder überaktiv ist.“

Weil Skeptiker dabei eher nicht mitmachen, will Yang auch mit Informationen über die Theorie der Traditionellen Chinesischen Medizin, kurz TCM, aufwarten. 16 Jahre hat sie diese in China praktiziert. Zuletzt als Oberärztin in einem Kantonskrankenhaus, das vergleichbar mit deutschen Unikliniken ist. Im Vortrag „Gesund bleiben mit TCM“ dreht sich Samstag und Sonntag alles um die fünf Säulen: Akupunktur, Kräuter-Rezepturen,

Ernährungstherapie, Massagen und Tai Chi – ideal für Allergiker, sagt Yang

Durch Akupunktur das Immunsystem stärken

„Durch die Akupunkturpunkte behandele ich Organe wie Lunge oder Nieren. Dadurch wird das Immunsystem gestärkt, die Beschwerden werden weniger“, berichtet Yang. Bei Allergikern rechnet sie durchschnittlich mit zehn Terminen, einen pro Woche. Bei wem die Allergie zum ersten Mal auftritt, könnten auch weniger möglich sein. Wer sich hingegen seit Jahren herumplagt, muss mit einer längeren Therapie rechnen.

Zwanzig Minuten dauert die Akupunkturbehandlung, das kostet 30 Euro. Insgesamt auf 50 Euro Kosten kommt, wer Yangs Rat folgt und sich zusätzlich einen Dauerakupunkturpunkt am Ohr setzen lässt: „Das verlängert die Wirkungsdauer, bis man zur nächsten Behandlung kommt.“ Übrigens gelte das auch für alle Behandlungsfelder: ob Diabetes, Übergewicht oder Altersbeschwerden.

Infos: www.vivare-du.de

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