Konzert

Pasadena Roof Orchester spielt im Duisburger Theater

Das Pasadena Roof Orchestra spielte zum Ausklang der Reihe „Jazz Live“ im ausverkauften Stadttheater. Es war bereits 2007 in Duisburg zu hören, damals in der Mercatorhalle.

Das Pasadena Roof Orchestra spielte zum Ausklang der Reihe „Jazz Live“ im ausverkauften Stadttheater. Es war bereits 2007 in Duisburg zu hören, damals in der Mercatorhalle.

Foto: Michael Dahlke

Duisburg.  Die 1969 gegründete Band hat die Reihe „Jazz Live“ von Bernd Albani vor ausverkauftem Haus beendet. Es wurde ein glanzvolles Finale.

Die verschworenen Herren im feinen dunklen Anzug stehen für die goldene Ära der Tanzmusik. So erwarb sich das immerhin schon seit 1969 bestehende Pasadena Roof Orchestra mit den Evergreens des frühen Jazz Weltruhm. Die von Sänger und Dirigent Duncan Galloway geleitete Band, die auch schon beim Geburtstag der Queen im Buckingham Palast zu Gast war, verabschiedete jetzt im ausverkauften Theater der Stadt den Duisburger Konzert-Manager Bernd Albani, der sich nach 30 Jahren als Leiter der populären Reihe „Jazz Live“ im Alter von beinahe 80 Jahren in den Ruhestand begibt. Wozu ein solch glanzvolles Finale in der guten Stube der Stadt doch so recht passen sollte.

Zunächst lobte Thomas Krützberg als Kulturdezernent Bernd Albani für sein 30-jähriges Engagement: „Er war immer ein großer Repräsentant der Duisburger Kulturszene mit einem hohen künstlerischem Niveau und beispielhafter Kontinuität.“ Worauf sich Albani für die Treue seines Publikums bedankte und sehr bewegt eine Bilanz seines langen Schaffens als Jazz-Promoter zog und viele der berühmten Musiker nannte, die er kennenlernen durfte. Mit stehenden Ovationen verabschiedete ihn das Publikum.

Dann lud das weltweit gefeierte Ensemble zu einer Reise ins Zeitalter des Swing und des American Songbook ein, in dem sich geniale Komponisten wie George Gershwin, Cole Porter, Irving Berlin und Jerome Kern finden lassen, die mit ihren Songs die Nachwelt bis heute verzaubern. In dieser Tradition steht auch das personell glänzend und prominent besetzte Pasadena Orchester – darunter Saxofonist Robert Fowler – das mit seinem Charme der sanften Stimmen auch nostalgische Hollywood-Filme („Just a Gigolo“) bereicherte.

Eröffnet wurde der Abend mit dem alten Schlager „Bei mir bist du schön“, den Duncan Galloway ganz im Stil der alten Music-Hall-Entertainer und Sänger mit seinem Orchester neu arrangiert hat. Mit „Zing! Went the strings of my heart“ von Roy Fox ging es wunderbar schmalzig weiter, um dann mit „Wochenend und Sonnenschein“ flott den Winter zu vertreiben. Mit Fats Wallers berühmter Jazz-Ballade „Honeysuckle Rose“ sorgte die Band für einen ersten jazzmusikalischen Höhepunkt, und zur Musik von Fred Astaire präsentierte sich Duncan Galloway, der zwischendurch auch mit feinem britischen Humor einige sehr ordentliche Witze erzählte, als flinker Stepp-Tänzer. Das Publikum freute sich über einen großartigen Abend und feierte die Stars des Traditional Jazz mit einem Riesen-Applaus.

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