Nahverkehr

Online-Petition zur Stärkung des Bahnverkehrs in Rheinhausen

Der Niederrheiner ist das Sorgenkind vieler Pendler. Er kommt oft zu spät, ist überfüllt, manchmal fällt er aus. Foto:

Der Niederrheiner ist das Sorgenkind vieler Pendler. Er kommt oft zu spät, ist überfüllt, manchmal fällt er aus. Foto:

Foto: Seidelt

Duisburg-Rheinhausen.  Der VRR plant am Niederrhein eine zusätzliche Bahn. Der RE 44 soll Rumeln und Trompet aber nicht anfahren. Es wurde eine Petition initiiert.

Die Online-Petition zur Stärkung des Nahverkehrs zwischen Duisburg und dem linken Niederrhein haben inzwischen 1481 Bürger unterstützt. Über 400 frustrierte Bahnkunden haben die von Thilo Mertens Anfang November initiierte Petition kommentiert. Auch Kommunalpolitiker, die von Open Petition, einer freien Internetplattform, die seit 2010 besteht und die die Beteiligung der Bürger verbessern möchte, angeschrieben wurden, haben Stellung bezogen – meist im Sinne des Antragstellers. Noch läuft die Kampagne fünf Tage lang.

Am Freitag signalisierte die CDU in Rheinhausen und Rumeln-Kaldenhausen, dass sie die Petition, die sich an den Stadtrat und den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr wendet, unterstützt. „Grundsätzlich ist jede Maßnahme gut, die die Menschen zum Umsteigen vom Individualverkehr auf Bus und Bahn bewegt“, sagt Ferdi Seidelt, Franktionsvorsitzender der CDU in der Bezirksvertretung Rheinhausen. Das gelte schon allein aus Klimaschutzgründen, aber es seien auch viele Menschen auf Bus und Bahn angewiesen.

Pendler klagen immer wieder über Verspätungen, Ausfälle

„Der Niederrheiner“, die Regionalbahn RB 31, gilt als das Sorgenkind am Niederrhein. Pendler klagen immer wieder über Verspätungen, Ausfälle und in den Spitzenzeiten auch über überfüllte Züge, so dass Fahrgäste an der Bahnsteigkante zurückgelassen werden müssen. Viele kritisieren, dass sie ihre Anschlüsse in Duisburg verpassen und deshalb mit dem Auto fahren müssen. Da die Nordwestbahn nicht über ausreichend viele Lokführer verfügt, mussten zeitweise Ersatzbusse eingesetzt werden.

Jetzt plant der VRR, ebenfalls unter der Regie der Nordwestbahn, mit dem Regionalexpress 44 eine zusätzliche Bahn und dennoch regt sich Protest. Wie kann das sein? Das liegt an zahlreichen Details. Tilo Mertens kritisiert, dass die neue Verbindung Rumeln und Trompet nicht anfährt.

Verstärkung des Niederrheiners verschiebt sich auf März

„Insbesondere nach der Einstellung der zwei direkten Buslinien von Rumeln nach Duisburg (SB 42 und 923) wird dies dringend nötig, da diese nicht mehr als Ersatz genutzt werden können“, kritisiert Tilo Mertens und spricht von einer großen Verärgerung bei den Fahrgästen. Die angekündigte Verstärkung des Niederrheiners, die Moers und Duisburg direkt mit Bottrop und Oberhausen verbindet, war zudem zunächst für Anfang Dezember angekündigt, verschiebe sich aber nun auf März. Aus Sicht der Nordwestbahn bedeutet das für viele Fahrgäste allerdings eine Verbesserung, „weil ein Regionalexpress eine kürzere Fahrtzeit bedingt. Das heißt aber auch im Gegenzug, dass nicht jeder kleine Bahnhof angefahren wird“, so Sprecherin Karin C. Punghorst. Geplant sei zudem später noch eine Anbindung an Kamp-Lintfort. Dass schnellere Züge eingesetzt werden, die nicht überall halten, wird bei einigen Pendlern aus anderen Städten sehr begrüßt.

Seidelt weist auf eine Stellungnahme des VRR hin. Durch den RE 44 ergebe sich keine nennenswerte Verschlechterung für Trompet und Rumeln heißt es. Wie auch, wenn die Bahnhöfe nicht angefahren werden. Aber ein Zug werde morgens um 15 Minuten verschoben. „Dieser Zug hat in Duisburg nach wie vor gute Anschlüsse Richtung Düsseldorf, Essen, Oberhausen“, so der VRR. Betroffen seien aus seiner Sicht rund 20 Einsteiger in Trompet und 25 in Rumeln. Dagegen spricht das starke Echo der Petition.

Der Weg zur Petition: https://www.openpetion.de/petition/online/staerkung-des-bahnverkehrs-am-bahnhof-rumeln-durch-die-re-44

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