Stadtmuseum

Online-Ausstellung in Duisburg gilt Kindheitserinnerungen

An die brave Kindheit in den 1960er Jahren erinnert dieses Foto von Projektleiterin Kornelia Kerth-Jahn.

An die brave Kindheit in den 1960er Jahren erinnert dieses Foto von Projektleiterin Kornelia Kerth-Jahn.

Foto: Kornelia Kerth-Jahn

Duisburg.  Schüler der Globus Gesamtschule haben das Projekt mit dem Stadtmuseum und „Kelbassas Panoptikum“ entwickelt. Besucher können mitwirken.

Das Kultur- und Stadthistorische Museum am Innenhafen reagiert auf die veränderten Bedingungen in der Kulturlandschaft mit einer Online-Ausstellung zum Thema Erinnern und Abschied nehmen. Die Online-Ausstellung ist unter www.stadtmuseum-duisburg.de zu finden. Ursprünglich sollte das Thema in einer klassischen Ausstellungspräsentation münden.

Schülerinnen und Schüler der Globus Gesamtschule am Dellplatz haben mit dem Museum und dem Künstlerduo „Kelbassas Panoptikum“ Projektarbeiten entwickelt, die um ihre eigenen Abschiede und Kindheitserinnerungen kreisen. Mit der Corona-Pandemie sei schnell klar geworden, dass eine Präsentation im Museum so nicht umzusetzen sein würde, so Projektleiterin Kornelia Kerth-Jahn. „Wie so vieles im Moment haben wir daher auch dieses Projekt kurzerhand ins Digitale verlegt.“

Wie in einem Memory-Spiel, verbergen sich nun diverse Themen hinter den virtuellen Spielkarten. Auch die Werke der Schülerinnen und Schüler wurden fotografiert und stehen online zur Verfügung. Alles steht unter den Leitfragen: „Wie und woran erinnern wir uns?“ und „Wie nehmen wir Abschied und von was?“

Wie unterschiedlich Menschen weltweit mit dem Tod umgehen

Weltweit sehen das Gedenken und der Umgang mit dem Tod ohnehin sehr vielfältig aus: Während in Indonesien Menschen mit den mumifizierten Körpern ihrer Vorfahren zusammenleben, spiegeln Feiern, Paraden und Tänze in bunten Kostümen am „Tag der Toten“ in Mexiko eine andere Sicht auf das Thema Leben und Tod als unsere Gedenktage im Monat November mit Totensonntag und Allerheiligen.

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Die Online-Ausstellung bietet darüber hinaus die Möglichkeit für Besucher, sich selbst einzubringen. An der „Erinnerungswand“ sind sie aufgerufen, selbst zu definieren was erinnerungswürdig ist und was einen Platz in den Geschichtsbüchern verdient hat. Ergänzt wird die virtuelle Ausstellung durch eine Station im Museum. Hier sind die Werke der Schüler im Original zu sehen. Die Online-Ausstellung ist zunächst unbegrenzt im virtuellen Raum abrufbar.

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