Thyssen-Krupp

Thyssen-Krupp erneuert altes Koksgas-Rohr in Duisburg

Das oberste Rohr wechselt Thyssen-Krupp aus. Im Bild v.l.: Peter Petri, Detlev Horstkamp und Marcus Weber, alle Leiter des Bauprojekts.

Das oberste Rohr wechselt Thyssen-Krupp aus. Im Bild v.l.: Peter Petri, Detlev Horstkamp und Marcus Weber, alle Leiter des Bauprojekts.

Foto: ThyssenKrupp Steel Europe

Duisburg-Beeck/Ruhrort.   Seit 40 Jahren fließt Gas der Kokerei Schwelgern zum Kraftwerk Hermann Wenzel in Ruhrort/Laar. Jetzt verlangt der TÜV die Erneuerung.

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Eine 40 Jahre alte Thyssen-Gasleitung im Bereich Beeck und Ruhrort muss erneuert werden. Die Arbeiten starten am 27. März. In dem fast zwei Meter dicken Stahlrohr wird Koksgas aus Schwelgern zum Thyssen-Kraftwerk Hermann Wenzel im Grenzgebiet Ruhrort/ Laar geleitet. Es wird als Brennstoff verwendet.

Die Vorbereitungen laufen bereits. Über die Stepelsche Straße rollen in den kommenden Wochen Lastwagen mit ihrer schweren Fracht: Zwölf Meter lange, tonnenschwere Rohrstücke werden angeliefert. Und zwar genau in dem Moment, wenn die Arbeiter vor Ort ein Stück der alten Leitung herausgesägt haben. Das Altmaterial wird sofort zum Bruckhausener Werk transportiert, dort eingeschmolzen und zu neuem Stahl verarbeitet.

Baustelle wird nachts bewacht

Die Rohre haben einen Durchmesser von 1,8 Meter. Die Leitungen, die ausgewechselt werden, verlaufen weitgehend parallel zur Friedrich-Ebert-Straße. Das erste Teilstück befindet sich am Pumpwerk Alte Emscher südlich der Kleingartenanlage Beeck/Stepelsche Straße. Gearbeitet wird montags bis samstags, und zwar von acht bis 20 Uhr. Nachts ruht die Baustelle, wird aber durchgängig bewacht und auch beleuchtet. Für die ersten etwa 500 Meter brauchen die Arbeiter rund zwei Wochen.

Insgesamt müssen 1500 Meter Leitung erneuert werden, allerdings erst im Laufe der nächsten Jahre. Der Technische Überwachungsverein (TÜV) prüft die Rohre regelmäßig und legt fest, welche Stücke wann ausgetauscht werden müssen.

Weg entlang der Kleingartenanlage wird vorübergehend gesperrt

Der Weg entlang der Leitung kann während der Bauphase nicht benutzt werden, er wird aus Sicherheitsgründen gesperrt. Durch die schweren Lastwagen wird der Boden mit großer Wahrscheinlichkeit umgepflügt, durch die Gerüste und ein Materiallager wird die Pflanzenwelt beschädigt. „Nach Abschluss der Maßnahme wird das Gelände begrünt und in den ursprünglichen Zustand versetzt“, sagt Thyssen-Sprecher Erik Walner.

Die Nachbarn der Gasleitungstrasse müssen während der Arbeiten mit Lärm und Geruchsbelästigungen rechnen. Bevor die Arbeiter mit der Säge anrücken, wird das Gas aus der Leitung entfernt. Da es sich um Hochofengas handelt, werden trotzdem Gerüche aufsteigen. Dabei handele es sich allerdings nur um Verunreinigungen, die sich in den herausgeschnittenen Rohrstücken befinden. Alle Arbeiten werden von der Werkfeuerwehr überwacht. Bevor das Gas wieder fließt, prüft der TÜV die Leitung.

Die Anlieger werden mit einem Flugblatt über die Arbeiten aufgeklärt. Zudem gibt es einen Infonachmittag für alle Interessierten.

>> Infos zum Koksgas und zu Notrufnummern

Das Koksgas wird im Kraftwerk Hermann Wenzel verfeuert. Der Großteil des dort hergestellten Stroms wird direkt wieder im eigenen Stahlwerk verbraucht. Stromüberschüsse speist das Unternehmen ins öffentliche Versorgungsnetz ein.

Während der Bauarbeiten hat Thyssen-Krupp-Steel zwei Notrufnummern für besorgte Bürger geschaltet. Die Werkfeuerwehr ist unter 0203 - 5 24 12 12, der Baustellenleiter ist vor Ort per Mobiltelefon erreichbar: 0162 - 1 98 60 14.

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