Bezirks-Politik

Stadt liefert 18 Seiten Papier nur „zur Information“

Einige Schaufenster in Laar sind mit Bildern zugeklebt worden. Was hat das mit Walsum zu tun, fragt man sich dort.

Foto: Jörg Schimmel/Archiv

Einige Schaufenster in Laar sind mit Bildern zugeklebt worden. Was hat das mit Walsum zu tun, fragt man sich dort. Foto: Jörg Schimmel/Archiv

Duisburg-Walsum.   Walsumer Bezirkspolitiker fragt sich, warum er sich mit Themen befassen soll, die gar nicht seinen Bereich betreffen.

Das Stadterneuerungsprogramm ist der Bezirksvertretung Walsum jetzt zur Anhörung vorgelegt worden. Auf 18 Seiten haben die Politiker nachlesen können, was unter anderem in Laar, Hochheide, Marxloh und andernorts geplant ist. Nur: Walsum suchten die Bezirksvertreter vergeblich. Weil Walsum keine Stadterneuerung braucht. Weil in Walsum die Welt noch ziemlich in Ordnung ist. Weil deshalb im äußersten Duisburger Norden keine Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität geplant sind.

„Walsum ist nicht dabei“, hielt Detlef Frese, Sprecher der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung fest. Und er fügte sinngemäß die Frage hinzu: „Warum bekommen wir dann diese Unterlage?“

Kulturrucksack NRW ist nur einmal im Bezirk Walsum im Einsatz

Die Runde schaute sich verdutzt an, von Seiten der Verwaltung gab es keine Erklärung. „Ich habe die Frage schon vor 15 Jahren gestellt“, sagte daraufhin CDU-Ratsherr Elmar Klein. Und lieferte gleich die Antwort, die man ihm damals erteilt hatte: „Zur Information.“

Rein informativ war auch die Mitteilung, dass das Landesprogramm „Kulturrucksack NRW“ auch im Bezirk Walsum Station macht. Allerdings nur einmal, und zwar im Wehofener Jugendzentrum Alte Schmiede. Dort soll es ein Hörspiel geben. Die knapp 50 Duisburger Kulturrucksack-Angebote sollen Zehn- bis 14-Jährige ansprechen, und zwar an außerschulischen Orten.

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