Sommercamp als Ausbildungslager

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Marxloh. „Die Kirche ist immer auf die Ewigkeit angelegt“, sagt Pater Oliver, der den Petershof in Marxloh leitet. Nicht nur deshalb möchte er, dass die Angebote, die er mit rund 150 ehrenamtlichen Helfern im Stadtteil aufgebaut hat und die inzwischen wöchentlich 1200 Menschen erreichen, noch lange Bestand haben. Dazu zählt ebenfalls die Kinder- und Jugendarbeit, für die nun das einstige Schwesternhaus aufwendig umgebaut wurde und weiterhin umgebaut wird. Der Mönch vom Orden der Prämonstratenser hofft dafür jetzt ein weiteres das Fundament legen zu können – mit einem Sommerlager.

Mit Libanesen, Syrern, Kurden, Türken, Italienern und Deutschen ist er nach Schweden gefahren. Zu neunt ist er mit jungen Erwachsenen und Jugendlichen. Die Gruppe erwartet eine Kanuwanderung entlang schwedischer Seen. „Wo’s schön ist, legen wir an. Und dann muss jemand Holz suchen.“ Doch der Ordensbruder, der neben dem Petershof auch das Georgswerk leitet, hat insgeheim langfristige Pläne mit seinen Reisegefährten. „Sie ahnen aber noch nichts von ihrem Glück.“

Er will die Gruppe für die Jugendarbeit in Marxloh und als künftige Lagerleiter gewinnen. „Dafür mache ich sie quasi fit. Erstmal lasse ich sie schnuppern und dann versuche ich, sie auszubilden.“

Dass ihm dies durchaus gelingen kann, weiß er aus Erfahrungen, von früheren Schwedenfahrten. „Alle, die jetzt beim Georgswerk in Verantwortung stehen, sind meine Sommerlagerkinder.“ Diesmal sieht der Pater die Tour aber als Versuch, in die „libanesische Community“ zu kommen. Denn gerade diese Jugendlichen hätten in Marxloh oft keine Perspektive und bräuchten dringend Angebote abseits der Straße, damit sie nicht auf dumme Gedanken kommen.

Doch Pater Oliver ist optimistisch: „Es sind erstmal kleine Bausteine, aber die sind besser als nichts. Außerdem macht mir das Spaß, und ganz unerfolgreich bin ich damit nicht.“

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