Schützen Aldenrade

Schützen in Duisburg-Aldenrade feiern im Sommer drei Tage

Zapfenstreich beim BSV Aldenrade: Den wird es auch in diesem Jahr wieder geben.

Zapfenstreich beim BSV Aldenrade: Den wird es auch in diesem Jahr wieder geben.

Foto: Frank Oppitz

Duisburg-Aldenrade/Fahrn.   Obwohl die Party vom Marktplatz zum Vereinheim verlegt wird, soll das Schützenfest des BSV Aldenrade-Fahrn ein Fest für alle Bürger werden.

Zurück zu den Wurzeln – so lautet das Motto der Bürgerschützen Aldenrade-Fahrn 1837 für die Schützenfeste der Zukunft. Wie berichtet, haben sich die Vereinsoberen vor geraumer Zeit entschieden, die große Feier nicht mehr auf dem Friedrich-Ebert-Platz im Herzen von Aldenrade zu feiern, sondern am Vereinsheim an der Kurfürstenstraße. Aber: Ein öffentliches Bürgerfest soll es trotzdem bleiben.

Grünröcke bedauern, dass die Besucherzahlen sinken

Es sind diese Gründe, die zu dem Schritt geführt haben: Der Zuspruch der Walsumer Bevölkerung und die Unterstützung durch Verwaltung und Wirtschaft hätten im Laufe der Jahre stark abgenommen. „Gleichzeitig gingen die Interessen der Mitglieder am traditionellen Vereinsleben und an der Brauchtumspflege des Schützenwesens stark zurück“, heißt es in einer Presseerklärung des BSV Aldenrade-Fahrn. Und: Erschwerend seien enorme Kostensteigerungen und Einnahmerückgänge hinzugekommen. „Allein die Platzgebühren an die Stadt Duisburg stiegen in den letzten Jahren von 300 Euro auf letztlich 3200 Euro.“

Dann müssen auch noch höhere Sicherheitsauflagen erfüllt werden und die Preise für die Technik seien auch gestiegen. Schließlich sei das Interesse der Schausteller gesunken, was zu Einnahmeverlusten geführt habe.

Die Reißleine gezogen, wegen der hohen Kosten

Grund genug, die Reißleine zu ziehen. Schließlich hat der Vorstand dafür zu sorgen, dass der Verein keine Roten Zahlen schreibt.

Auf dem vereinseigenen Gelände fallen viele Kosten weg. Also lag es nahe, diesen Ort als künftigen Veranstaltungsort zu wählen. „Bis in die 1970er Jahre haben wir ja ohnehin am Vereinsheim gefeiert“, sagt Schützenmajor Fritz Schneider. Danach gab es unterschiedliche Festplätze im Herzen von Aldenrade. „Nach der Schulstraße ging es zur Tittchenswiese, danach zum Schwarzen Platz hinter dem Rathaus (jetzt Kometenplatz). Ab 1981 feierten die Schützen jährlich im Festzelt auf dem Walsumer Markt, heute Friedrich-Ebert-Platz“, halten Fritz Schneider und Vereinspräsident Frank Böttger fest.

Auf dem Vereinsgelände kann genauso gut gefeiert werden

Wenn es also jetzt zurück zum Vereingelände geht, dann sei es kein Rückschritt, sondern die Besinnung auf „back to the roots“, wie es Fritz Schneider formuliert, also zurück zu den Wurzeln.

Beide Grünröcke sind sich sicher, dass an der Kurfürstenstraße genauso gut gefeiert werden kann wie auf dem Marktplatz – nur preiswerter. Trotzdem wird für Speis und Trank gesorgt („ein professioneller Anbieter“), es gibt Live-Musik zum Tanz, Stimmungsmusik von der Traditionsgruppe Edelweiß-Musikanten, den beliebten Zapfenstreich mit viel Tamtam, die Parade der Throngesellschaft durch Aldenrade, das Kaffeetrinken und das Erbsensuppe-Essen – und natürlich das große Königsschießen mit der Armbrust.

Die Tradition erhalten – das beim BSV weiterhin

„Der Vorstand wünscht sich, dass alle Bürger, Verantwortlichen, Gönner und alle Schützen aus Nah und Fern den Neustart im Grünen durch ihre Anwesenheit unterstützen, und den Schützen Mut machen, die alten Traditionen an neuer Stätte zu erhalten und zu bewahren“, sagen die Beiden.

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