Schul-Aktion

Schüler in Duisburg-Beeck ernten jetzt ihr eigenes Gemüse

Susanne Büchner und Deni beim Pflanzen im Hochbeet.

Susanne Büchner und Deni beim Pflanzen im Hochbeet.

Foto: Fabian Strauch

Duisburg-Beeck.   Die Gemüse Ackerdemie ackert nun auch in Duisburg-Beeck. Die Kinder von der Schule Rönsbergshof pflanzen eigenes Gemüse. Das kostet viel Schweiß.

Sieben neue Gemüsehochbeete hat die Förderschule am Rönsbergshof angelegt und bepflanzt. Das Knowhow für die gesunde Snackproduktion stammt von Bildungsprogramm der bundesweit buddelnden Gemüse Ackerdemie. Das Salat-und Radieschenbeet hinter der schützenden Buchenhecke ist schon erntereif. Mehmetcan, Jonas, Enis und die anderen Schüler hatten schon viel Arbeit mit dem jungen Gemüse.

Kinder haben gesät, gepflanzt, gewässert, gemulcht, angehäufelt und auch gejätet

Unter der fachkundigen Anleitung der Ackercoaches- und Helfer von der „Gemüse Ackerdemie“ mit Hauptsitz in Potsdam haben sie gesät, gepflanzt, gewässert, gemulcht, angehäufelt und auch gejätet. „Wir arbeiten nur mit biologischem Saatgut und kommen natürlich ohne Kunstdünger aus“, erklärt Susanne Büchner von NRW Regionalmanagement des Sozialunternehmens. Dessen Ziel ist es, möglichst vielen Kindern am besten frühzeitig Wertschätzung für die Natur und die darin gewachsenen Lebensmittel einzupflanzen. Damit das klappt, gibt es auch ein Programm für Kindergärten, wo sich „Sara Salat“ und „Willi Wurm“ aus dem begleitenden Lernmaterial großer Beliebtheit erfreuen.Die Ackerdemiker arbeiten mit allen Schulformen zusammen und auch für die Großen gibt es ein gesundes Maskottchen. Orangela Mörkel, eine bebrillte Mohrrübe mit rotem Umhang wirbt mit ganzer Pflanzenkraft und einem Augenzwinkern für die gute Idee.

Der Anfang war allerdings ordentliche Plackerei

Mehr als 16 000 Kinder und Jugendliche haben seit 2013 an dem Programm teilgenommen. Die Gemüse Ackerdemie ist eine echte Wachstumsbranche. „Wir haben hier ja auch Obstbäume und Beerensträucher im Schulgarten und sogar eine Bananenstaude im Gewächshaus“, überlegt die Schulleiterin vom Rönsbergshof, „aber das Gemüse aus den Hochbeeten ist der Renner, vielleicht, weil die Schüler von Anfang an dabei waren.“

Der Anfang war allerdings ordentliche Plackerei. Sechs Kubikmeter Erde haben die älteren Schüler in die selbstgebauten Paletten-Hochbeete geschaufelt. Nun rupfen sie eifrig den Pflücksalat und die kolossalen Radieschen aus der dunklen Erde. „Eigentlich sollten das mehr sein“, findet Linda Nagenborg, „vielleicht hatte da ja schon jemand vorher Hunger auf Radieschen.“

Kinder freuen sich auf Gemüsechips aus roter Beete

Nagenborg unterrichtet an der Förderschule. Sie hat das Projekt Gemüsezucht angefangen und die Ackerdemiker dazu geholt. Die Kinder freuen sich schon auf Gemüsechips aus roter Bete und Mangoldblättern erzählt sie. Heute gibt es erstmal frischen Salat zum Mittagessen. Vorausgesetzt man kriegt noch die ganze Erde vom Salat ab. „Wer hat die schmutzigsten Finger?“ fragt ein Ackercoach. Alle Hände recken sich nach oben. „Und wann sind die Tomaten fertig?“, möchte Mehmetcan wissen. Das kann noch, dauern, die hat er nämlich gerade erst gepflanzt.

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