Gastronomie in Duisburg

Röttgersbacher Restaurant vergrößert sich – mit Tiefgarage

Das türkische Restaurant Antiocheia wird von den Röttgersbachern gut angenommen. Deshalb soll es jetzt wachsen.

Das türkische Restaurant Antiocheia wird von den Röttgersbachern gut angenommen. Deshalb soll es jetzt wachsen.

Foto: Lutz von Staegmann / FUNKE Foto Services

Duisburg-Röttgersbach.  Das beliebte Restaurant Antiocheia in Röttgersbach soll wachsen. Wirt Serhat Tepe investiert viel Geld in einen Anbau – Tiefgarage inklusive.

Die Baupläne flattern im Wind, Serhat Tepe glättet die Blätter mit den Zeichnungen. Der Betreiber des Antiocheia steht im Hettkampsweg hinter seinem Lokal und erklärt, was er dort vorhat. Was jetzt ein leeres Grundstück mit wildem Bewuchs ist, soll sich bald in eine Tiefgarage mit fünf Stellplätzen verwandeln. „Und darauf kommt ein warmer Wintergarten mit viel Glas, Platz für dreißig Gäste und einer eigenen Toilettenanlage“, erklärt Tepe und strahlt. Nach der Fertigstellung wird er einen separaten Raum für Gesellschaften und Feierlichkeiten anbieten können.

Röttgersbach: Restaurant Antiocheia setzt auf Frische

Der Mann aus der Provinz Hatay, dem südlichsten Zipfel der Türkei zwischen Mittelmeerküste und syrischer Grenze, hat das Haus mit dem leeren Lokal Zur Herrenwiese vor anderthalb Jahren gekauft. „In Röttgersbach hat ein solches Restaurant wie unseres gefehlt“, ist Tepe überzeugt. Das Antiocheia ist ein klassischer Familienbetrieb. Beim Gang an der offenen Küche vorbei stellt Tepe nach und nach seine ganze Familie vor. „Das ist meine Frau und da sind meine Schwestern und mein Cousin“, zählt er auf.

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Gekocht wird mediterran mit türkischem Akzent. Es gibt viel Lamm, Rindfleisch und Fisch auf der Speisekarte. Tepe verzichtet auf Vorgefertigtes. „Wir kaufen ganze Lämmer, keine eingeschweißten Teile, und wir zerlegen alles selber“, sagt er. „In unser täglich selbstgebackenes Brot kommt nur Mehl, Wasser und Salz.“

Türkischer Meister hat speziellen Ofen angefertigt

Die Geschäfte liefen von Anfang an gut. Vielleicht auch deshalb, weil man merkt, das Serhat Tepe mit Enthusiasmus bei der Sache ist. Früher hatte er eine Baufirma, aber das Antiocheia ist die Erfüllung eines lange gehegten Traums. Er hat selber bei der Sanierung des Hauses tüchtig mit angepackt. Und er hat einen türkischen Meister einfliegen lassen, der den Holzofen mit der Auskleidung aus Vulkangestein gesetzt hat.

Die Mischung aus rustikalen Ziegelwänden und modernen Elementen wirkt gemütlich. Tepe hat vor allem deutsche Gäste. Er selber hat nichts gegen ein Glas Wein zum Essen, aber gläubige Muslime sehen das anders und meiden Lokale, die eine Bierwerbung draußen haben.

Ausbau des Antiocheia kostet mindestens 100.000 Euro

Tepe hat knapp 50 Plätze im Lokal, da bot sich der Ausbau des Wintergartens an, der ihn nach eigener Schätzung „locker“ 100.000 Euro kosten wird. Dann kam die Corona-Pandemie. Tepe schläft nicht mehr so gut wie früher, muss mit den Banken über die Kredite nachverhandeln. Aber er hält an seinem Traum fest.

Zu seinen Stammgästen zählen die SPD-Ratsfrau Martina Herrmann und auch der SPD-Landtagsabgeordnete Frank Börner. Die stellten für ihn die Kontakte zum Bauordnungsamt her. Inzwischen ist die Baugenehmigung erteilt.

Tepe stellt einen hohen Tonkrug mit einer tiefen Rille um den schlanken Hals auf den Tisch. Eine der Spezialitäten des Hauses, die man vorbestellen muss, ist Fleisch und Gemüse, das ganz langsam im verschlossenen Krug im Ofen gegart wird. „Dann brechen wir den Hals ab und der Duft kommt zuerst raus“, schwärmt er. Er wird mit seinem Team noch viele Krüge zerbrechen müssen, bevor die Investition wieder drin ist.

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