Verkehrs-Chaos

Riesige Staus und fluchende Autofahrer im Duisburger Norden

Heilloses Chaos auf der Duisburger Straße in Höhe der Autobahnauffahrt A 59 und der Kreuzung Walther-Rathenau-Straße.

Foto: Udo Milbret

Heilloses Chaos auf der Duisburger Straße in Höhe der Autobahnauffahrt A 59 und der Kreuzung Walther-Rathenau-Straße. Foto: Udo Milbret

Duisburg-Overbruch/Marxloh/Alt-Hamborn/Röttgersbach.   Drei Durchgangsstraße sind Großbaustellen. Die Zufahrten zu den Autobahnen sind dadurch erschwert. In Hamborn verzögern sich die Arbeiten.

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Drei Durchgangsstraßen, drei Staubereiche im Duisburger Norden. Wer zur Autobahn 3 direkt hinter der Stadtgrenze Duisburg/Oberhausen (Holten) möchte und von Marxloh aus über die Friedrich-Ebert-Straße fährt, muss sich auf Wartezeiten vor der Schlachthofstraße einstellen. In Gegenrichtung auch.

Wer von Marxloh aus in Richtung Alt-Hamborn unterwegs ist, muss sich mit Chaos in der Baustelle vor der A-59-Auffahrt in Richtung Düsseldorf an der Duisburger Straße abfinden. Übrigens auch, wenn man von Bruckhausen oder von Fahrn über den Willy-Brandt-Ring nach Marxloh kommt. Der Rückstau auf der Duisburger Straße verhindert oft das Abbiegen und sogar die Weiterfahrt in die Stockholmer Straße und somit zur Auffahrt der A 59 in Richtung Dinslaken.

Anwohner in Oberbruch wundern sich über die Irrfahrten

Und wer in Overbruch von der A 59 abfährt und plant, über die Herzogstraße in Richtung Alt-Walsum zu gelangen, sollte sich auf eine Irrfahrt durch die Siedlung einstellen. Oder einen ganz großen Bogen um Overbruch machen.

Wer nach Overbruch selbst möchte, muss sich noch bis Ende Oktober auf Verkehrsbehinderungen wegen der Straßenbaumaßnahme auf der Herzogstraße einrichten. Auch auf der Friedrich-Ebert-Straße im Bereich Overbruch/Vierlinden gibt es Verkehrseinschränkungen. Dort wird der Abwasserkanal erneuert. Die zuständigen Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD) rechnen damit, die Arbeiten bis Ende dieses Jahres abschließen zu können. Dort kam es, wie die WBD einräumen, wegen der ungünstigen Ampelschaltung, immer wieder zu Rückstaus. „Nun scheint alles wieder im Fluss zu sein“, sagte eine Sprecherin der Wirtschaftsbetriebe auf Anfrage unserer Redaktion. Drei Testfahrten unserer Redaktion haben ergeben: Auf der Friedrich-Ebert-Straße gab es keine großen Wartezeiten. Die Fahrt durch Overbruch, um die Herzogstraße zu umfahren, indes war interessant. Man lernt viele nette, kleine Wohnstraßen bei der Irrfahrt kennen. Und Anwohner, die sich wundern, wer alles vorbeikommt.

Baustellendurchfahrt ist eine Herausforderung für Lkw-Fahrer

Eine Tour in Richtung Röttgersbach durch die Kreisverkehrsbaustelle Kaiser-Friedrich-/Schlachthofstraße, ist ein kleines Abenteuer. Es geht an tiefen Löchern vorbei, muss starke Schlenker machen. Für einen konzentrierten Pkw-Fahrer ist das kein allzu großes Problem, für einen Brummi- oder Bus-Chauffeur indes eine echte Herausforderung.

Ende September sollten die Bauarbeiten eigentlich beendet sein. Doch die WBD schränken bereits ein: „Da wir so in den Herbst rutschen, können wir aufgrund von Witterungseinflüssen kein konkretes Enddatum nennen.“

Optimierungspotenzial ist angeblich ausgeschöpft

Die Bauarbeiten auf der Duisburger Straße sollten eigentlich Ende Juli enden. Doch daraus wird nichts. Derzeit gehen die Wirtschaftsbetriebe von Anfang September aus.

Denn: Bei der Erneuerung der Ampelanlage inklusive Leitungsverlegung ist ein unerwartetes Problem aufgetreten: „Wir sind auf Hindernisse unterhalb des Gleiskörpers gestoßen – alte Rohrleitungen, die nicht verzeichnet waren.“ Zudem sei ein Ampel-Softwarefehler aufgetreten. Die Folgen bekommen alle Autofahrer tagtäglich zu spüren. Und zwar egal, in welche Richtung sie unterwegs sind. Ob von Marxloh nach Alt-Hamborn oder umgekehrt: Man steht ständig im Stau. Sieht gestikulierende Autofahrer. Hört fluchende. Und trifft rücksichtslose Zeitgenossen, die den gesamten Verkehrsfluss stören, weil sie Straßeneinmündungen wie an der Stockholmer Straße/Willy-Brandt-Ring und Buschstraße einfach mal ganz dicht machen.

„Insgesamt wird der Verkehr regelmäßig beobachtet. Signalzeiten der Ampeln werden nach Bedarf nachjustiert. Feste Umleitungen sind ausgeschildert. Damit ist das Optimierungspotenzial für die Verkehrsabwicklung ausgeschöpft“, teilen die Wirtschaftsbetriebe mit.

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