Freizeit

Probetanzen beim Hamborner Europameister

Cheerleader „Tryout“ in Duisburg: Die Blue Twinkels testen in Sporthalle des Sophie-Scholl-Berufskollegs potenzielle Verstärkungen.

Cheerleader „Tryout“ in Duisburg: Die Blue Twinkels testen in Sporthalle des Sophie-Scholl-Berufskollegs potenzielle Verstärkungen.

Foto: Jörg Schimmel

marxloh.   Die Trainerinnen Alina und Lisa der Dockers-Cheerleader lassen beim „Tryout“ am Wochenende Mädchenträume wahr werden – oder platzen.

Die Arme hoch. Einen kurzen Moment steht der Körper unter voller Spannung. Dann schnellen die Arme hinab: Touchdown, nennt sich diese Bewegung. Die Mädels, die in der Turnhalle des Sophie-Scholl-Berufskollegs Tanzschritte einstudieren, gehen wieder in die Ausgangsposition. Dann geht es von vorn los.

Die Schritte müssen perfekt sitzen

Trainerin Lisa (19) beginnt wieder zu zählen: ,,Fünf, sechs, sieben, acht”. Und los. Schweißtreibend ist das Training. Doch die Schritte müssen sitzen, wenn die zukünftigen Cheerleader Sportteams anfeuern und Zuschauer anheizen sollen.

Zahlreiche Mädchen und junge Frauen sind zum Tryout, dem Testtraining, der Cheerleader der Duisburg Dockers gekommen. Viele von ihnen haben bereits einige Erfahrung, haben schon auf der Bühne bei Meisterschaften getanzt oder am Spielfeldrand. Andere sind zum ersten Mal dabei, wollen den Sprung ins Team schaffen und auch mit wirbeln.

Alle sind mit Spaß dabei. Doch auch mit dem nötigen Ernst. Trainerinnen Alina und Lisa schauen mit kritischem Blick hin. Ein Casting sei das Tryout allerdings nicht: „Wir können Mädels gebrauchen. Hier muss keiner fürchten, nicht berücksichtigt zu werden“, sagt Alina.

Hartes Training, große Konkurrenz

,,Nicht jeder muss bei den Auftritten dabei sein, man kann auch einfach aus Spaß mit trainieren. Hier ist jeder Willkommen”, sagt sie. Außerdem bleiben nicht alle für immer im Verein. Viel Training, immer neue Choreographien – das schlaucht. Doch wer Biss hat, kann zu den besten gehören.

Alina und Lisa wissen, wovon sie sprechen. In diesem Jahr sind sie mit der Cheerleader-Truppe der Dockers Europameisterinnen geworden. Viel Schweiß und Training seien das wert gewesen. Alina und Lisa selbst sind seit frühester Kindheit dabei. So wie viele andere.

Auch einige der Teilnehmerinnen sind mit den wilden Sprüngen und spektakulären Bewegungen vertraut. Anna (17) ist etwa seit einem Jahr bei den Dockers, angefangen mit dem Training hat sie aber schon mit 13, erklärt sie. Und weiter: ,,Das Training und die Auftritte machen mir wirklich sehr viel Spaß”, sagt sie.

So viel, dass sie dafür auch andere begeistern will. Heute hat sie ihre Freundin Alina (19) mitgebracht. Die ist gespannt, was das Training alles zu bieten hat. ,,Ich habe Anna schon des öfteren mal zugesehen. Heute will ich mal mitmachen”, sagt sie. Gleiches gilt für ihre Freundin Elvira (19): ,,Cheerleaden ist cool. Ich bin gespannt wie es ist, die Choreographien zu lernen”, sagt sie.

Viel Spaß bei den jungen Teilnehmerinnen

Die meisten scheinen mit so viel Freude dabei zu sein, dass das Nachmachen der Bewegungen sie vor keine größeren Probleme stellt. Als Trainerin Lisa fragt, ob sie die eben getanzten Schritte noch einmal durchgehen sollen, oder weiter Schrittkombinationen an diese anhängen kann, sind alle ganz Feuer und Flamme, noch weitere Schritte zu lernen.

Und so geht es nach dem Touchdown munter weiter: Ein zwei Schritte, eine Drehung und: ,,Jetzt kommt der Muscle-Man”, ruft Lisa, winkelt die Arme an und spannt diese kräftig in bester Bodybuilder-Manier. Dann alle zusammen: ,,Fünf,sechs, sieben, acht”, ruft sie und los geht es.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben