Baustellen

Plötzlich war bei Motikats das Telefon tot

Die Baustelle auf der Biesenstraße wurde am Mittwoch wieder geöffnet, der Schaden repariert.

Foto: Lars Heidrich

Die Baustelle auf der Biesenstraße wurde am Mittwoch wieder geöffnet, der Schaden repariert. Foto: Lars Heidrich

Meiderich.   Meidericher Unternehmer dankt der Telekom für schnelle Hilfe. Freitag kippten Arbeiter trotz gekappten Datenkabels eine Grube wieder zu.

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Deutsche Bahn, Deutsche Bank, Deutsche Telekom – es gibt Unternehmen, die das „Deutsche“ im Namen tragen, die leider nicht immer nur positive Schlagzeilen schreiben. Unternehmer Volkmar Motikat ist es um so wichtiger, ein großes Dankeschön los zu werden: „Danke an die Telekom, dass habt ihr super gemacht!“

Am vergangenen Freitag, 1. Dezember, waren mittags plötzlich alle Telefon- und Internet-Leitungen zum Entsorgungsunternehmen der Motikats an der Winterstraße tot: „Gerade vor Wochenenden gehen bei und häufig Bestellungen und Entsorgungsaufträge ein“, sagt der Unternehmer, „und plötzlich waren wir für unsere Kunden nicht mehr zu erreichen. Das ist nicht witzig.“

Handy-Akkus heiß gelaufen

Im Familienbetrieb der Motikats liefen die Handy-Leitungen heiß, Rufumleitungen wurden installiert und die Quelle des Problems gesucht: „Schon da hat die Telekom einen guten Job gemacht“, sagt der gebürtige Mülheimer, der jetzt seit 20 Jahren seine Firma in Meiderich betreibt, „wir haben mit deren Hilfe heraus gefunden, dass der Fehler auf der Biesenstraße liegt.“

Also sei er rausgefahren zu Biesenstraße, sagt Volkmar Motikat: „Da habe ich dann gesehen, dass ein Bautrupp mit einem Bagger zu Gange war.“ Er habe die Arbeiter angesprochen, die gerade dabei gewesen seien, die Grube wieder zu verfüllen: „Da habe ich denen gesagt, dass sie die Grube nicht zu machen sollen, weil sie ein Telekom-Kabel gekappt haben. Die haben aber in aller Seelenruhe weiter gearbeitet.“

Hoffnung auf eine offene Grube

Schließlich hätten die Arbeiter die Grube verfüllt und sogar wieder Asphalt darüber gezogen: „Nee, sagten die, wir haben bestimmt kein Kabel kaputt gemacht. Ihnen sei da nichts aufgefallen.“

Er selbst habe gehofft, dass die Grube offen bleiben würde: „Dann wäre die Telekom ja sofort raus gekommen und hätte das gemacht.“ Nach und nach meldeten sich bei Motikat auch Nachbarn, die darüber klagten, Telefon, Internet und Fernsehen seien ausgefallen: „Das betraf nicht nur mich, das betraf viele Anwohner rund um die Biesenstraße.“

Auf längere Zeit ohne Telefon eingestellt

Eigentlich, sagt er, habe er sich mit seinen Angestellten – insgesamt 14 arbeiten im Betrieb an der Winterstraße – bereits auf eine längere Zeit ohne Telefon und Internet eingestellt: „Um die Straße wieder aufreißen zu können, muss die Telekom bei der Stadt ja eine Erlaubnis einholen“, sagt Motikat, „ich dachte, dass wird dauern, mindestens zehn Tage . . .“

Dann die Überraschung: „Am vergangenen Mittwoch waren die draußen und haben das Kabel ersetzt“, sagt der Unternehmer beim Treffen mit der Redaktion am Donnerstag, „und jetzt funktioniert wieder alles. Einen Verlust habe sein Unternehmen ganz sicher gemacht, aber das spiele keine große Rolle: „Hauptsache alles läuft wieder einwandfrei.“

Die telekom bestätigte auf Nachfrage der redaktion die Schilderungen des Entsorgungs-Unternehmers und freute sich über das Lob.

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