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Park-Wildwest rund um die Moschee

Zelte und Buden blockieren häufig wertvollen Parkraum an der Moschee. Dann wird im Umfeld wild geparkt. Foto: Hans Blossey

Zelte und Buden blockieren häufig wertvollen Parkraum an der Moschee. Dann wird im Umfeld wild geparkt. Foto: Hans Blossey

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Duisburg-Marxloh.Über das „Park-Wildwest“ im Umfeld der Marxloher Merkez-Moschee an der Warbruckstraße regen sich Bürger schon länger auf. Jetzt aber auch Hamborner Politiker. „Die regulären Stellplätze sind oft wochenlang durch Buden und Zelte zugestellt, die Besucher parken dann auf der Freifläche gegenüber“, erzürnen sich Sozialdemokrat und stellv. Bezirksbürgermeister Kurt Kreutgen und seine Amtskollegin von der CDU, Christine Becker.

In der Tat: Auf dem Immeo-Gelände vis-à-vis des islamischen Gotteshauses, dort, wo früher die einstige Siedlung stand, die durch den Film „Das Wunder von Bern“ bekannt wurde, werden regelmäßig Fahrzeuge abgestellt. Meistens nur Pkw, in zunehmendem Maße aber auch große Sattelzüge und Busse. „Ist das erlaubt?“, fragt sich Kreutgen.

Nach Recherchen der Redaktion lautet die Antwort: Ja. Und zwar deshalb, weil der Platz nicht dauerhaft zum Parken freigegeben ist. „Wir helfen im Ortsteil, wenn möglich“, sagt Immeo-Chef Walter Ziegler. Sprich: „Wenn die Moschee große Feste feiert, etwa im Ramadan, stellen wir den Platz zur Verfügung.“ Immeo genehmigte gar das Auffüllen des matschigen Geländes mit Schotter, damit niemand der Moschee-Gäste durch den Schlamm laufen muss.

Dauerparkplatz für Brummifahrer

Was Ziegler aber genauso auffällt wie den Anwohnern im Umfeld sowie Kreutgen und anderen Politikern im Bezirk Hamborn: Dass die Fläche immer häufiger zum Dauerparkplatz für Brummifahrer und andere wird.

Das will man unterbinden, die Stadt kündigt Kontrollen an. Auch wegen der Buden, „die oft länger als genehmigt“ auf dem Parkplatz neben der Moschee stehen und dort wertvolle Stellflächen belegen.

Wenig begeistert ist die Bezirksvertretung auch über die Bauwerke, die hinter der Moschee entstehen: „Wir haben nur die Genehmigung für die L-förmige Mauer erteilt, auf der die Namen der Geldgeber für die Moschee verewigt werden sollen“, hieß es. „Und jetzt entsteht dort auch ein geschlossenes Bauwerk. Gibt es dafür überhaupt eine Baugenehmigung?“

Stehimbisse ums Gebetshaus abgelehnt

Auch die liegt vor, wie die Stadt auf Anfrage unserer Zeitung berichtet. Die Politik ist nur nicht darüber informiert worden, weil das Bauwerk - es entsteht eine Bücherei der Moscheegemeinde - dem gültigen Baurecht entspreche und es daher keiner Sondergenehmigung durch die Politik bedürfe.

Weitere Bauwerke allerdings sollen im Umfeld der Moschee nicht entstehen, denn es handele sich um ein „herausragendes architektonisches Bauwerk“, das nicht durch Nebengebäude optisch beeinträchtigt werden soll. Deshalb lehnte die Politik auch den Antrag auf Errichtung eines Stehimbisses in unmittelbarer Nachbarschaft des Gebetshauses ab.

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