Bauarbeiten

Neuer Kirchplatz soll Meiderich ein Stück schöner machen

Der alte Kirchplatz in Duisburg-Meiderich war zu einer Stolperfalle geworden. Jetzt nimmt die Evangelische Gemeinde mehr als eine halbe Million Euro für den Umbau in die Hand.

Der alte Kirchplatz in Duisburg-Meiderich war zu einer Stolperfalle geworden. Jetzt nimmt die Evangelische Gemeinde mehr als eine halbe Million Euro für den Umbau in die Hand.

Foto: Evangelischer Kirchenkreis Duisburg

Duisburg-Meiderich.  Der Kirchplatz der evangelischen Gemeinde gleicht noch einem riesigen Sandkasten. Im Herbst soll er fertig sein und Meiderich bereichern.

Der Platz an der Kirche Auf dem Damm ist seit Wochen eine Baustelle. Mit Steinen, Sand und schwerem Gerät verändern die Bauarbeiter das Ortsbild nahezu täglich. Die Evangelische Kirchengemeinde Meiderich hat lange darauf hingearbeitet, die Umgebung ihres Gotteshauses und des angrenzenden Gemeindezentrums neu gestalten zu können.

Gemeindeküsterin Uta Rogalla überzeugt sich jeden Tag vom Stand der Arbeiten. „Es läuft alles nach Plan“, sagt sie zufrieden, auch, wenn der Kirchplatz zur Zeit nur ein riesiger Sandkasten ist. Schon heute freut sie sich auf die Zeit nach der Baumaßnahme. Wenn weiterhin alles gut läuft, soll der Kirchplatz Mitte bis Ende Oktober fertig sein.

Duisburger Denkmalbehörde hatte viel Klärungsbedarf

Rogalla blickt nicht nur nach vorne, sondern auch zurück. Das Presbyterium hatte schon seit einigen Jahren die Instandsetzung und Neugestaltung des Ortes im Auge. Der Platz mit den alten, historischen Altstadtsteinen war in die Jahre gekommen. Einst errichtet auf einem alten Friedhofsgelände, bot er immer weniger Standfestigkeit. So wurden die Steine schließlich zu Stolperfallen. Es kam sogar zu Verletzungen.

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Gemeinsam mit Presbyterin Heidi Kloppert und Kirchmeisterin Anne Findt hat Rogalla viele Gespräche mit Landschaftsarchitekten, Baufirmen und der Denkmalschutzbehörde geführt. Gerade letztere hatte viel Klärungsbedarf, schließlich handelte es sich bei dem alten Pflaster um ein Bodendenkmal. Auch die den Kirchplatz umrandende Kirchmauer und das dortige Lehrerdenkmal hatten die Denkmalschützer im Visier. Aber den „drei Damen vom Bau“, wie sie in der Gemeinde schmunzelnd und anerkennend genannt werden, scheint eine Gratwanderung zwischen Historie und Zukunft gelungen zu sein.

Neues Pflaster: Meidericher Kirchplatz soll frei von Stolperfallen sein

Die alten, historischen Pflastersteine werden als „Decke“ des neuen Kirchplatzes nicht mehr genutzt. Zu sehen werden sie aber weiterhin sein, bilden künftig einen 50 Zentimeter breiten Randstreifen. Der soll sich rund um die gesamte Kirche ziehen. Die neuen Steine sollen so befestigt werden, dass der neu verfüllte Untergrund ihnen dauerhaften Halt gibt.

Die Meidericher können sich demnächst auf einen geraden und stolperfreien Kirchplatz freuen, der bald wieder zum Verweilen einlädt. Eine neue Beleuchtung – statt drei Laternen gibt es künftig sieben – sowie eine neun Meter lange Sitzbank sollen dem Platz zwischen Kirche und Gemeindezentrum neuen Glanz verleihen.

Die Zugänge zum Platz und zu den Gebäuden sollen barrierefrei und zusätzliche Rampen errichtet werden. Deshalb wurde die Kirchenmauer an einer Stelle ab- und an einer anderen Stelle wieder aufgebaut. Es werden zusätzliche Fahrradständer errichtet und der Platz neu bepflanzt. Autoverkehr wird es nicht geben, für Anlieferungen und die Feuerwehrzufahrt ist allerdings Sorge getragen.

Evangelische Kirchengemeinde hat für den Umbau Objekte verkauft

Für das alles nimmt die Gemeinde richtig Geld in die Hand. „Die reine Baumaßnahme kostet nahezu eine halbe Million Euro“, verrät die Presbyteriumsvorsitzende Heidi Kloppert. Hinzu kämen noch einmal rund 100.000 Euro, etwa für Architekten- und Landschaftsgärtnerleistungen sowie sonstige Nebenkosten und Denkmalschutzmaßnahmen. Um das Ganze finanzieren zu können, hat die Gemeinde in ihrem Besitz befindliche Objekte verkauft.

Bis zum Abschluss der Bauarbeiten haben die Besucher zwar mit Einschränkungen zu leben. „Aber insgesamt wird Meiderich wieder ein Stück schöner“ – sagen jedenfalls „die drei Damen vom Bau.“

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