Evangelische Kirche

Neue Pfarrerin in Wehofen: Kreativitätsschub zum Start

Kam aus Dinslaken nach Walsum: Für ihre neue Stelle ist Pfarrerin Sabine Röser mit ihrem Lebensgefährten nach Duisburg gezogen.

Kam aus Dinslaken nach Walsum: Für ihre neue Stelle ist Pfarrerin Sabine Röser mit ihrem Lebensgefährten nach Duisburg gezogen.

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Duisburg-Wehofen.  Sabine Röser ist neue evangelische Pfarrerin in Wehofen. In ihrer neuen Kirche will sie meditative Tanzseminare geben und hat noch weitere Ideen.

Sie sei quasi auf der Orgelbank aufgewachsen, sagt Sabine Röser zu denen, die wissen wollen, wie sie zur Theologie gekommen ist. Ihr Vater war nebenamtlicher Organist in Remscheid, die Familie christlich geprägt, da war der Weg an die Kirchliche Hochschule in Wuppertal nicht weit. „Ich finde noch heute die Breite des Pfarrberufes spannend“, sagt die 56-Jährige, „man hat mit so vielen unterschiedlichen Menschen in allen möglichen Lebenssituationen zu tun.“ Seit Juli ist sie Pfarrerin im zweiten Seelsorgebezirk der evangelischen Kirchengemeinde Walsum-Aldenrade – in Wehofen. Am Sonntag wird sie nun auch offiziell in ihr Amt eingeführt.

Röser ist eine Frau, die gern beweglich bleibt und ihren Horizont oft erweitert hat. Sie hat in Kiel und in Essen gearbeitet, wo sie den meditativen Tanz für sich entdeckte. Sie hat eine Zusatzausbildung zur geistlichen Begleiterin gemacht, und die letzten 16 Jahre war sie mit Freude auf einer der Pfarrstellen im Betsaal Bruch in Dinslaken beschäftigt. „Wann, wenn nicht jetzt?“ fragte sie sich, nachdem ihre drei Töchter aus dem Haus waren. Und wagte, gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten, noch einmal den Sprung in eine neue Stelle in einer neuen Stadt.

Pfarrerin Sabine Röser und Pfarrer Andreas Mann kennen sich schon länger

„Ich kenne den Pfarrer Andreas Mann, der schon ganz lange in Aldenrade arbeitet, aus dem Kirchenkreis und wir konnten uns beide gut eine Zusammenarbeit vorstellen,“ sagt sie. Ihre Vorgängerin Sabine Gradtke ging dann in den vorzeitigen Ruhestand und Sabine Röser auf Wohnungssuche in Walsum. „Wir haben da was richtig Schönes gefunden, an der alten Bahntrasse. Von dort bin ich mit dem Rad ganz flott an der Wehofener Kirche und auch an der in Aldenrade“, freut sie sich.

Anfänge sind aufregend. In der sehr lebendigen Gemeinde gebe es so viele Menschen, die sich mit Freude engagieren, da habe sie ein bisschen Zeit gebraucht, um den Überblick zu gewinnen. Inzwischen merke sie aber, dass ihr neues Umfeld für sie einfach stimmt. „Ich habe Schwung – einen richtigen Kreativitätsschub“, sagt Röser.

Mit den Säulen in der Wehofener Kirche hat sich Sabine Röser jetzt angefreundet

Eine ihrer neuen Ideen will sie zur Adventszeit in der Wehofener Kirche mit verschiedenen Gruppen und Kreisen umsetzten. „Wir planen etwas ganz anderes als einen üblichen Weihnachtsgottesdienst mit vollen Bänken“, verrät sie. Sie möchte die tragenden Säulen im Kirchraum mit je einer Gruppe ganz unterschiedlich gestalten. „Das genaue Thema soll eine Überraschung werden, am Ende haben wir dann eine Weihnachtskirche, durch die man staunend wandern kann.“

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Eigentlich haben ihr diese Säulen schon sehr im Weg gestanden, sind sie doch die natürlichen Gegner jedes meditativen Tanzes. Röser gibt ab und zu Tanzseminare, die sie „Oasentag“ nennt. „Die Säulen musst du lieben lernen, weil du sie ja nicht wegkriegen kannst“, riet ihr eine Presbyterin. Gesagt, getan: Nun haben die Säulen also einen unverrückbaren Platz in ihrer Weihnachtskirchenplanung.

>> EINFÜHRUNG WIRD INS GEMEINDEHAUS ÜBERTRAGEN

• Am Sonntag, den 18. Oktober, um 14 Uhr, wird Pfarrerin Sabine Röser in einem Gottesdienst in der evangelischen Kirche Aldenrade an der Schulstraße 2 von Superintendent Friedhelm Waldhausen in ihre Pfarrstelle eingeführt.

• Der Gottesdienst wird mit Ton und Bild aus der Kirche nach nebenan in das Gemeindehaus Aldenrade übertragen, wo es weitere Sitzplätze geben wird.

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