Ehrenamt

Meidericher Jugendliche ausgezeichnet

Ehrung der Teilnehmer am SOKO Projekt am Donnerstag im Sterntalerhaus Meiderich.

Ehrung der Teilnehmer am SOKO Projekt am Donnerstag im Sterntalerhaus Meiderich.

Foto: Tanja Pickartz

Meiderich.   In einem Projekt ermuntern Gesamtschule und Jugend-Rotkreuz Schüler, sich ehrenamtlich zu engagieren. Jetzt gab es Urkunden für 14 junge Leute.

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Quizfrage: Wenn 180 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschul-Klasse 8 die Chance bekommen, sich ein Jahr lang ehrenamtlich zu engagieren, wie viele halten dann bis zum Ende durch? Es waren 14 Kinder, die jetzt dafür geehrt wurden.

Gemeinsam mit Heino Zimmermann, dem Hausherren im Sterntalerhaus, dem Sitz des Jugend-Rot-Kreuzes an der Westender Straße, tritt am Donnerstag Bernd Beckmann vor die 14 oder 15 Jahre jungen Jugendlichen. Der Schulleiter der Gesamtschule Meiderich hatte einen ganzen Stapel roter Schnellhefter unter dem Arm, darin die Urkunden für die fleißigen ehrenamtlichen Helfer.

14 Jugendliche von 180 hielten durch

Begleitet wurden die erfolgreichen Teilnehmer des Programms „SoKo – Soziale Kompetenz“ auch von Lehrerin Uta Jaronim, Beratungslehrerin beim Projekt, und Schul-Abteilungsleiter Claus Goldmann.

Ein Jahr lang waren die Jugendlichen freiwillig, ehrenamtlich und regelmäßig in verschiedenen sozialen Einrichtungen in Meiderich unterwegs und wurden regelmäßig von den Experten des Sterntalerhauses beraten und unterstützt.

Einige Jugendliche kamen so auch 50 bis 60 Stunden freiwilliger Arbeit, andere sogar auf weit mehr als 100 Stunden. Dies flößte auch dem Schulleiter Respekt ein, der allerdings betonte, dass der Einsatz eben nicht umsonst sei: „Kopien dieser Urkunden hier werdet ihr bei Bewerbungen gut gebrauchen können“, sagte Bernd Beckmann, „denn sie können den Unterschied ausmachen für euch. Ein Zeugnis hat jeder, so eine Urkunde, die habt nur ihr. Die sagt viel über euch und eure Qualitäten aus.“

Dana half 177 Stunden im Sterntalerhaus aus

Immerhin 40 Stunden im vergangenen Jahr unterstützte Jolina Ring die Nachmittagsbetreuung in der Zoppenbrückschule. Elias engagierte sich während des Projekts 55 Stunden in der Kinder-Tageseinrichtung Brückelstraße. Felix Mpianza aus der Klasse 9f verbrachte 60 Stunden seiner Freizeit in der Hans-Christian-Andersen-Grundschule.

Seine Klassenkameradin Saskia Ziebel leistete im Altenheim Sankt Elisabeth auf der Von-Der-Mark-Straße freiwillige Arbeit während des Projekts. „Ich habe mit den Bewohnern, die das Haus nicht mehr verlassen können, Zeit verbracht“, sagt die junge Frau, „wir haben viel gespielt und geredet.“

Anstrengend seien die 61 Stunden schon gewesen, sagt sie, die Kommunikation mit den gebrechlichen Bewohnern sei ungewohnt gewesen: „Trotzdem möchte ich mit der Einrichtung in Kontaktbleiben, später vielleicht dort arbeiten.“

Das wollen vier von 14 „ausgezeichneten“ Jugendlichen, die allesamt viel Respekt hatten für die Teilnehmerin des Projekts, die ganz am Ende mit einem Blumenstrauß gewürdigt wurde: „Die Dana hat hier vermutlich sogar übernachtet“, sagt Heino Zimmermann, als er Dana Urkunde und Blumen übergibt, „einhundertsiebenundsiebzig Stunden ehrenamtliche Arbeit, dass ist enorm.“

Die Schülerin unterstützte ein Jahr lang die kostenlose Kinder-Ferienbetreuung im Sterntalerhaus. Natürlich wird sie weiter machen: „Es macht mir einen Riesen Spaß!“

Heino und Ilse Zimmermann würden sich über Jugendliche freuen, die Danas Beispiel folgen.

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