Energieersparnis

LED-Lampen in Duisburg kommen nicht bei allen Bürgern gut an

Eine LED-Straßenlampe.

Eine LED-Straßenlampe.

Foto: Fabian Sommer

Duisburg-Hamborn.  Lampen sparen zwar Energie, aber die Straßen sind nach Auskunft mancher Duisburger nicht so gut beleuchtet wie zuvor. Schon 12.000 umgerüstet.

Eine Anfrage von Linken und Grünen in der Bezirksvertretung vom Januar zum Stand bei der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf stromsparende und klimaschonende LED-Technik und zu Schwierigkeiten dabei hat die Stadtverwaltung jetzt beantwortet.

12.000 Leuchten sind im Duisburger Norden umgerüstet

Danach werden bis Ende dieses Jahres im gesamten Stadtgebiet knapp ein Viertel oder 12.000 Leuchten umgerüstet sein. In Hamborn soll damit zur Zeit begonnen werden. Möglich machen das Mittel aus dem Förderpaket für arme Städte, das sich in Duisburg KiDu (Kommunalinvestitionen in Duisburg) nennt. Unabhängig davon würden, so heißt es in der Antwort weiter, im Zuge von Straßenbauarbeiten weitere Leuchten umgerüstet.

Die standardmäßig vorgesehene Straßenbeleuchtung sehe normalerweise eine angemessene Beleuchtung von Nebenanlagen vor. Vereinzelt lägen aber bei bereits umgerüsteten Straßen Beschwerden über unzureichende Beleuchtung vor. Ihnen werde im Einzelnen nachgegangen. Typischerweise sei das bei weitläufigen Nebenanlagen, aufgeweiteten Gehwegen also, der Fall. Dafür müssten jeweils Sonderlösungen gefunden werden.

In Oberhausen haben die Umrüstungskosten zu Kritik geführt

Nach den Kosten der Umrüstung hatten Linke/Grüne nicht gefragt. In der Nachbarstadt Oberhausen sind sie zum Skandal geworden.

Dort ist die Umrüstung bereits vor einigen Jahren komplett erfolgt. 2,85 Millionen Euro hat sie gekostet. Das sollte zügig durch den geringeren Stromverbrauch ausgeglichen werden. Die Umrüstung löste aber eine Welle von Bürgerbeschwerden wegen zu dunkler Straßen und Wege aus.

Die Komplette Umrüstung dauert bis 2020

Die Kosten der Nachbesserung wurden 2017 auf 1,5 Millionen Euro geschätzt, also auf mehr als 50 Prozent der ursprünglichen Kosten. Aktuell liegt die Kostenschätzung dafür schon bei 3,4 Millionen Euro, also höher als die ursprüngliche Umrüstung selbst.

Sie soll sich noch bis Ende 2020 hinziehen. Oberhausen hat etwa die Einwohnerzahl der drei Duisburger Nord-Bezirke Walsum, Hamborn und Meiderich/Beeck.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben