Kirmes und Live-Musik

Kirmes: Duisburger freuen sich auf den Hamborner Herbst

Den Hamborner Herbst stellt der Werbering ehrenamtlich und in Eigenregie auf die Beine. Das werde sowohl organisatorisch als auch finanziell zunehmend schwierig, klagt der Zweckverband.

Den Hamborner Herbst stellt der Werbering ehrenamtlich und in Eigenregie auf die Beine. Das werde sowohl organisatorisch als auch finanziell zunehmend schwierig, klagt der Zweckverband.

Foto: Daniel Helbig / FUNKE Foto Services

Alt-Hamborn.  Bald lockt der Hamborner Herbst mit Kirmes und Live-Musik. Bei aller Vorfreude herrscht Sorge, ob das Fest auch in Zukunft stattfinden kann.

Lange muss Andreas Feller nicht überlegen, worauf er sich beim Hamborner Herbst am meisten freut: „Die Last Minute Coverband ist aus einer Musikgruppe der Kirche in Meiderich entsprungen. Das sind Jungs und Mädels aus der Nachbarschaft, die schon im vergangenen Jahr unsere Bühne gerockt haben“, erzählt der Vorsitzende des Werberings Hamborn, der das Fest auch in diesem Jahr organisiert. Ab Donnerstag, den 3. Oktober, lockt die viertägige Kirmes Menschen aus Duisburg und von außerhalb auf den Hamborner Altmarkt.

Werbering Hamborn wünscht sich mehr Unterstützung durch die Stadt

Richtig Fahrt nimmt das Fest am Freitag auf, wenn Michael Zaremba um 18 Uhr zur Schlagerparty ruft. Der Duisburger Entertainer spielte bereits in Musicals mit und ist auch aus dem Fernsehen bekannt. Während die Last Minute Band als Highlight am Samstagabend auftritt, gehört die Bühne am Sonntag ganz den Vereinen aus der Umgebung – etwa der Tanzformation Dance Connexion, die ebenfalls nicht zum ersten Mal dabei ist.

Bei aller Vorfreude macht sich Feller auch Sorgen um die Zukunft des Festes. Grund ist die nach seiner Wahrnehmung nachlassende Unterstützung der Stadt. Bei der Organisation des Hamborner Herbstes konnte der Werbering lange Jahre auf eine Art Leihstelle der Stadtverwaltung zurückgreifen. Deren Angebot reichte von Absperrgittern über Verkehrsschilder bis hin zu einer komplett ausgestatteten Bühne. Die Kosten betrugen kaum mehr als den Aufwand der Stadt. Bereits im vergangenen Jahr sei der Werbering darüber informiert worden, dass das in diesem Rahmen nicht mehr möglich ist, so Feller: „Es kam zwar ein Angebot, das war aber um mehrere Tausend Euro teurer als zuvor.“

Der Werbering finanziert das Fest komplett über seine Mitgliedsbeiträge, Gewinne sind nicht vorgesehen. Deshalb müssen auch Vereine keine Gebühr zahlen, wenn sie mit einem Stand auf dem Altmarkt dabei sein wollen. „Der Hamborner Herbst soll für die Vereine ein Portal sein, sich zu präsentieren“, sagt Feller.

Frischemarkt auf dem Hamborner Herbst feiert Jubiläum

Auch zunehmende Regulierungen bereiten dem Werbering Kopfzerbrechen. Ob Halteverbote oder Toilettenwagen, es kämen jedes Jahr neue Auflagen dazu. Die zu überblicken und zu erfüllen, sprenge irgendwann die eigenen Möglichkeiten. „Ich bin Jeansverkäufer, kein Veranstalter“, so Feller. „Ich frage mich, ob solche Feste von der Stadt überhaupt noch gewünscht sind.“

In diesem Jahr sei dennoch alles in trockenen Tüchern, weshalb man sich zunächst einmal auf das erste Oktober-Wochenende freut. Dann feiert übrigens der parallel zum Hamborner Herbst stattfindende Frischemarkt sein 20. Jubiläum. Der wurde einst als Ausgleich für die Händler geschaffen, die am Samstag des Festes nicht wie gewohnt auf dem Altmarkt stehen können. Aus dem Kompromiss ist längst ein fester Teil der Veranstaltung geworden, mit breiterem Sortiment als an gewöhnlichen Markttagen.

Der Hamborner Herbst startet am Donnerstag, 3. Oktober, um 13 Uhr. Erstes Highlight ist am Freitagabend um 18 Uhr die Schlagerparty mit Michael Zaremba. Am Samstag treten um 13 Uhr Jan Donkers & Friends und um 19 Uhr die Last Minute Coverband auf. Am Sonntag geht das Bühnenprogramm von 13 Uhr bis 17.30 Uhr. In dieser Zeit sind auch die Geschäfte in der Umgebung geöffnet.

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