Gesangs-Workshop

Kinder aus Duisburg-Marxloh singen Lied von Sarah Connor

Der Verein  „Singe, lache, lebe“ hat im Musikshop Marxloh einen kostenlosen Gesangsworkshop mit Christin Bastijans angeboten. Mitten im Bild: Alina.

Der Verein „Singe, lache, lebe“ hat im Musikshop Marxloh einen kostenlosen Gesangsworkshop mit Christin Bastijans angeboten. Mitten im Bild: Alina.

Foto: Jörg Schimmel

Duisburg-Marxloh.   Der Verein „Singe, lache, lebe“ hat Kinder im Stadtteil Duisburg-Marxloh zu einem Gesangsworkshop eingeladen. Der Nachwuchs war begeistert.

Es blubbert. Dazu kreist Summen durch den Raum. Mal in einer etwas höherer Tonlage und dann wieder etwas tiefer. Ganz konzentriert stehen vier Mädchen und eine Junge im Musikshop G+G am August-Bebel-Platz im Kreis und pusten mit einem Strohhalm in eine halb gefüllte Wasserflasche. Was zuerst spaßig aber auch etwas merkwürdig aussieht, hat einen klaren Zweck: Die Kids wärmen ihre Stimmen auf. Die Steppkes sind Teilnehmer eines kostenlosen Gesangsunterrichts der Sängerin Christin Bastijans vom Verein ,,Singe, lache, lebe”.

,,Es geht am Anfang zunächst darum, seine eigene Stimme zu entdecken und erforschen”, erklärt Bastijans. ,,Beim Pusten in den Strohhalm lernen die Kids, ihren Atem zu kontrollieren und mit ihrer Stimme zu spielen”. Die sind mit vollem Einsatz bei der Sache, trotz aller Konzentration müssen sie allerdings hin und wieder den Strohhalm aus dem Mund nehmen, da sie lachen müssen. Aber: ,,Stimmung macht Stimme”, findet Bastijans. ,,Ja, wer gut drauf ist, singt auch gut”, sagt auch die elfjährige Leony.

Als erstes steht Sarah Connors ,,Wie schön du bist” auf dem Plan

Nach dem Aufwärmen geht es dann mit der nächsten Vorübung weiter. Während Bastijans am Klavier die Tonleiter spielt, summen die Kinder mit, gehen mit ihrer Stimme rauf und wieder runter. Anschließend geht’s dann ans echte Singen. Im Vorfeld hatten sich alle teilnehmenden Kids ein Lied ausgesucht, das sie gerne singen würden.

Als erstes steht Sarah Connors ,,Wie schön du bist” auf dem Plan. Bastijans Vorschlag: ,,Wir hören uns den Song erst einmal an”. Doch die Kinder wollen direkt loslegen: ,,Können wir auch schon mitsingen?”, fragt ein Mädchen. Und so singen alle zusammen. Den ausgedruckten Text zum Song brauchen die jungen Sänger nicht. Sie kennen den Hit auswendig. Man merkt direkt, dass sie alle das Lied mehr als einmal zu Hause mitgesungen haben. Neben dem Text sitzen auch die meisten Töne schon ganz gut.

Einen Rüffel in Dieter-Bohlen-Manier gibt es auch bei schiefen Tönen nicht

Nach einer kurzen Textanalyse geht es dann ans Eingemachte. Die Kinder singen zusammen und dann – ganz mutig – auch mal einzeln einige Passagen oder auch das ganze Lied. Einen Rüffel in Dieter-Bohlen-Manier bei DSDS gibt es auch bei schiefen Tönen nicht. ,,Es soll erstmal darum gehen zu üben, sich auszuprobieren, ohne direkt an allen Feinheiten zu arbeiten”, sagt Basijans.

Gleiches gilt auch für die anderen Lieder, die danach anstehen. Die ausgewählten Stücke sind meist allen bekannt. Die Teilnehmer scheinen einen ganz ähnlichen Musikgeschmack haben. Außerdem eint sie die Liebe zum Singen. ,,Ich singe bisher nur für mich”, sagt beispielsweise Lukas (12). ,,Zu Hause in meinem Zimmer singe ich immer zu den Liedern mag, die ich mag”, sagt er. Ebenso Alina (12): ,,Musik ist etwas Tolles. Und singen macht richtig Spaß”, sagt sie. Dem ist wohl nichts hinzu zu fügen.

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