Sozialpastorales Centrum

Katholische Kirche hilft allen Bedürftigen in Obermeiderich

Christel Dehnen, Karin Jannink und Alexandra Merten, von links, mit frischem Gebäck beim Tag der offen Tür im Sozialpastoralen Schwerpunkt Christus-Unser-Friede.

Christel Dehnen, Karin Jannink und Alexandra Merten, von links, mit frischem Gebäck beim Tag der offen Tür im Sozialpastoralen Schwerpunkt Christus-Unser-Friede.

Foto: Lars Fröhlich

Duisburg-Obermeiderich.   In der Gemeinde Christus – Unser Friede in Duisburg-Obermeiderich können Menschen um Rat und Hilfe bitte. Aber: Es fehlen ehrenamtliche Helfer.

Sprachcafé, Kinderkleiderladen, Elternfrühstück, Sprachkurse – das alles gibt es bereits in der katholischen Gemeinde Christus – Unser Friede am Hagenshof. Neue Ideen sollen folgen, weitere soziale Projekte umgesetzt werden; doch es fehlt zurzeit an engagierten Mitstreitern.

Für weitere Verwirklichungen von integrativen oder Nachbarschaftsaktionen stehen aller- und neuerdings genügend Räume zur Verfügung. „Das Bistum Essen hat den Umbau der Gemeinderäume finanziell unterstützt. Seit dem Frühjahr ist alles fertig und bereit“, sagt Pastor Heribert Weinbrenner beim Tag der offenen Tür, bei dem die auf- und umgeräumten Zimmer offiziell Mittwochnachmittag eröffnet wurden.

Pfarrei St. Michael hat mit dem Caritaszentrum Meiderich den Sozialpastoralen Schwerpunkt im Hagenhof aufgebaut

So können Besucher an der Wiesbadener Straße den bereits seit 2016 bestehenden Kinderkleiderladen „ToppSchickKids“, den multifunktional eingerichteten Veranstaltungssaal mit Küche, die Café-Lounge, das Nähzimmer und den gut ausgestatteten Werkraum begutachten – es gibt sogar eine Kegelbahn.

Möglich ist das alles, weil die Pfarrei St. Michael zusammen mit dem Caritaszentrum Meiderich den Sozialpastoralen Schwerpunkt im Hagenhof aufgebaut hat. „Der Treffpunkt bietet Platz für ganz unterschiedliche Gruppen und Zwecke – er ist für alle da, die Lust haben, Ideen zu verwirklichen und sie mit den Leuten aus der Nachbarschaft zu verwirklichen“, sagt Alexandra Merten von der Caritas.

Es kommen regelmäßig einige Frauen, die meisten aus dem Irak

Seit 2016 bietet die Caritas bereits soziale Angebote an: „Als in dem Jahr über 1000 Flüchtlinge im Hagenshof untergebracht wurden, haben wir mit Sprachkursen und einem Sprachcafé begonnen“, berichtet Merten.

Die meisten hätten sich inzwischen auf die Umgebung verteilt, einige kämen aber noch regelmäßig von weiter her, um die Kurse zu besuchen. „Es kommen regelmäßig einige Frauen hier hin, die meisten aus dem Irak“, erklärt Eylem Sözeyataroglu, Integrationsmitarbeiterin der Caritas und seit Beginn vor Ort.

Beim Sprachcafé geht es darum, Kontakte zu knüpfen

Beim Sprachcafé gehe es um Kontakte und gegebenenfalls Freundschaften zu knüpfen, in lockerer Atmosphäre. „Die Kinder werden währenddessen von der katholischen Familienbildungsstätte betreut“, sagt Sözeyataroglu.

Deutsch ist die Regelsprache: „Einige haben Sprachkurse besucht, andere lernen die Sprache durch Youtube oder ihre Kinder.“ Erfolgreiche Entwicklungen motivieren die Integrationsarbeiterin immens: „Im Oktober kam ein Mädchen in den Kindergarten, konnte kein einziges Wort Deutsch und jetzt redet sie mit uns allen fließend“, freut sich die Caritas-Frau.

Handwerker gesucht für Repatarurarbeiten

Damit die bestehenden Projekte weiterhin erfolgreich umgesetzt werden und zukünftige stattfinden können, ist der soziale Treffpunkt auf Unterstützung angewiesen. Ehrenamtliche Helfer, Mitstreiter und Ideengeber sind erwünscht. „Für ein Repair-Café etwa benötigen wir handwerklich erfahrene Leute oder jemanden, der uns den Brennofen im Werkraum anschließt“, sagt Pastor Weinbrenner. „Hier soll Leben rein“, findet Alexandra Merten. Die Möglich- und Räumlichkeiten sind schon da.

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