Theatertage

Jung-Schauspieler auf der Bühne

Das Stück „Wie bitte? Was meinst du?“ thematisierte Sprachenvielfalt in Marxloh.

Das Stück „Wie bitte? Was meinst du?“ thematisierte Sprachenvielfalt in Marxloh.

Foto: Christoph Wojtyczka

Marxloh.   Die 26. Auflage der Marxloher Theatertage sind im Kiebitz und RiZ über die Bühne gegangen. 240 Kids wirkten mit und begeisterten etwa mit Hamlet

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Hamlet war im Duisburger Norden. Romeo und Julia auch. Natürlich auch Peter Pan und Captain Hook. Seit 1992 locken junge Talente einmal im Jahr ins Kiebitz und ins Kinder- und Jugendzentrum im Regionalzentrum Nord (RiZ). Auch in der vergangenen Woche haben Schüler dort wieder für Schüler gespielt. Es war spaßig, leicht, locker und auch mal anspruchsvoll und tiefgründig.

300 Zuschauer hatten Spaß

Auch nach 26 Jahren Marxloher Theatertage gehen den Veranstaltern Kiebitz und Regionalzentrum Nord die Talente offensichtlich nicht aus. Insgesamt 240 Schüler standen in drei Tagen auf der Bühne. Viele von ihnen hatten jedoch auch vor der Bühne Spaß – die meisten Schauspieler genossen auch die Auftritte ihrer Kollegen. Familie und Freunde ebenso. So erfreuten sich insgesamt 300 Zuschauer an abwechslungsreichen Stücken, die von Neuinterpretationen von Hamlet bis hin zu einer modernen Casting-Show mit Augenzwinkern.

Dagmar Simon, stellvertretende Geschäftsführerin des Kiebitz, freut sich, dass die Theatertage noch immer so beliebt sind. „Am Konzept haben wir in den ganzen Jahren nicht viel geändert“, sagt sie. Die gleiche Bühne, das gleiche Motto: Schüler spielen für Schüler. Fünf Schulen waren dieses Mal dabei. Obwohl die Zeit fürs Theater begrenzt ist, musste man keinen ablehnen. „Das kommt immer darauf an, wie viele Schulen sich hier bewerben, wir mussten auch schon Absagen verteilen, aber dieses Mal zum Glück nicht“, erklärt sie. Einige Schulen seien natürlich Wiederholungstäter. „Die Einrichtungen kommen meist aus dem Norden. Viele waren schon oft da mit ihren Theater-Klassen“, sagt sie.

So auch das Max-Planck-Gymnasium aus Meiderich. Die Kids spielen oft englische Stücke – auf Englisch. So hat in diesem Jahr die Theaterklasse 6d das Stück „Viking News“ (Wikinger Nachrichten) aufgeführt. Die Story rund um Reporter zur Wikingerzeit war auch für alle, die dem Englischen noch nicht so mächtig sind, gut zu verstehen. „Es waren einfach Worte und Sätze. So hatten alle ihren Spaß an der Geschichte“, erklärt Alica Prasch, Studentin der Kultur-Pädagogik, die die Theatertage in diesem Jahr mit betreut hat.

Neben Englisch sind auch immer andere Sprachen zu vernehmen. Französisch etwa, oder auch Arabisch und Türkisch. „Die Theatertage sind was das angeht so bunt wie Marxloh. Das war aber schon immer so“, erklärt Simon. Was sich allerdings geändert hat, ist die Größe der Klassen, die teilnehmen. „Früher waren die Gruppen kleiner. Heute wirken dann mal 30 Kinder an einem Stück mit“, sagt Simon. Sie werden aber alle unterstützt von Profi-Schauspielern, die in einem Workshop vor den Auftritten Tipps geben.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben