Schulgarten Beeck

Jugendliche beackern den Garten der Stresemann-Realschule

Nils, Marco und Laura bei der Gartenarbeit.

Foto: Fabian Strauch

Nils, Marco und Laura bei der Gartenarbeit. Foto: Fabian Strauch

Duisburg - Beeck.   Am Wochenende haben die Schüler in ihren Garten eingeladen. Die Aktion gibt es seit einigen Jahren stets vorm Muttertag.

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Das herrliche Wetter am Samstag hat sich bestens geeignet, um den Tag im Garten zu verbringen. Daher passte es ziemlich gut, dass es an der Gustav-Stresemann-Realschule an der Weststraße einen „Tag des offenen Schulgartens“ gab. Der rund 800 Quadratmeter große Garten, der von den Schülern mit Hilfe von Rudolf Kelbassa beackert wird, ist eine kleine Oase und Lehrmittel zugleich. Denn die Kinder sind nicht nur zwischen jeder Menge Grün, sondern sie lernen auch viel über die Natur und die Pflanzen. „Es gibt hier 46 Beete, die die Kinder teilweise alleine, teilweise zu dritt oder zu viert bewirtschaften“, erklärt Kelbassa.

Jugendliche stehen ganz besonders auf Erdbeeren

Hoch im Kurs stünden dabei Erdbeeranpflanzungen, aber auch viele Gemüsepflanzen werden von den Jugendlichen regelmäßig bewässert und vom Unkraut befreit. „Sie erleben alles hautnah und kommen mit Erde in Berührung“, sagt Rudolf Kelbassa. Das sei für viele Kinder heute keine alltägliche Erfahrung mehr. Viele wüssten gar nicht, wo ihre Lebensmittel eigentlich herkommen. Das lernen sie im Schulgarten. Dort stehen auch exotischere Pflanzen, wie ein Eukalyptus oder eine Bananenstaude. Letztere trägt in diesen Klimazonen allerdings keine Früchte. Dafür gibt es aber die Klassiker wie Möhren, Radieschen oder Kohlrabi. Natürlich verschönern auch jede Menge Blumen den Garten. Der grüne Daumen von Kelbassa und den Schülern ist aber nicht nur auf den Schulgarten beschränkt. Auch im hinteren Bereich der Schule haben sie hunderte Osterglocken gepflanzt, die zur Blütezeit ein gelbes Meer bilden. Außerdem gibt es noch eine Obstwiese.

Um die Schüler zu motivieren, prämiert Kelbassa, der den Schulgarten seit über zwölf Jahren ehrenamtlich betreut, regelmäßig das schönste Beet. Eine Praxis, die sich bewährt hat. Die Schüler kämen nicht nur in den Pausen, um sich um ihre Pflanzen zu kümmern, sondern auch nach Schulschluss oder sogar in den Ferien.

Blumenaktion zum Muttertagwar und ist ein Hit

Am Samstag waren neben interessierten Eltern, die sich von ihren Sprösslingen durch den Garten führen ließen, auch ehemalige Schüler der Realschule zu Besuch, die sich noch gerne an ihre Zeit im „Grünen“ zurückerinnerten.

Den „Tag des offenen Schulgartens“ gibt es schon seit einigen Jahren. Eingeführt wurde er von Kelbassa, als er mal eine große Spende Hornveilchen von einem ansässigen Baumarkt erhielt. Die ließ er die Kinder in Töpfe pflanzen. „Da konnten sie vor dem Muttertag alle ihre Mütter einladen und ihnen die Blumen schenken.“

Das kam so gut an, dass die Veranstaltung noch immer am Samstag vor Muttertag stattfindet.

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