Solidarität

Jugend lernt den Brückenschlag

Diakon Stephan Koch (von links), Sören Link, Beigeordneter Thomas Krützberg und rechts Norbert Geier, Chef der Duisburger Werkkiste: Mitbauen an der Leonardo-Brücke

Diakon Stephan Koch (von links), Sören Link, Beigeordneter Thomas Krützberg und rechts Norbert Geier, Chef der Duisburger Werkkiste: Mitbauen an der Leonardo-Brücke

Foto: Tanja Pickartz

Bruckhausen.   Am Josefstag ging es zwischen Werkkiste und Liebfrauenkirche um die Förderung der Jugend für und in Europa. Stolpersteine und Erinnerungskultur.

Anlässlich des Josefstages 2019 bauten die Jugend-Förderexperten der Duisburger Werkkiste gemeinsam mit ihren Schützlingen eine Brücke vor die Liebfrauenkirche.

Bei der symbolischen Überwindung von Unterschieden, Widerständen bekamen die Wegbereiter des zweiten und dritten Bildungsweges für die Jugend prominente Unterstützung. Es waren tatkräftig dabei: Der Duisburger SPD-Europaabgeordnete Jens Geier, Oberbürgermeister Sören Link und der Jugenddezernent Thomas Krützberg.

Der Heilige Josef – soviel zum Hintergrund der Aktion – ist Schutzpatron der Arbeiter und Jugendlichen.

Seinen Gedenktag begeht die Kirche am 19. März. Seit zehn Jahren besuchen Verantwortliche aus Kirche und Politik am Josefstag Einrichtungen der Jugendsozialarbeit und setzen damit ein Zeichen für Zusammenarbeit unter Jugendlichen, die über Grenzen reicht. Ein Gedanke, der bei der Duisburger Werkkiste seit Jahren in die tägliche Arbeit einfließt. Arbeitsaufenthalte im Ausland mit politischem Bezug sind für die Duisburger Jugendlichen seit Jahren Ehrensache.

Impulse für politische Entscheidungen

Dies gilt freilich auch für das Friedensengagement der Kirchen allgemein. Und für die Bedeutung der Arbeit, die katholischen Träger und Einrichtungen für die Integration benachteiligter Jugendlicher in Duisburg leisten. Der Josefstag gibt hier immer wieder Impulse für politische Entscheidungen in bezug auf Jugendarbeit und Erinnerungskultur.

Das diesjährige Motto „Hände reichen – Brücken bauen“ wird von der bundeszentralen Initiative „Arbeit für alle“ im Bund der Deutschen Katholischen Jugend, der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) und der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz getragen. Die dabei gemeinsam geschaffenen Brücken stehen für internationalen Zusammenhalt.

Solidarisch mit den Zielen der Aktion

Solidarisch mit diesen Zielen erklärte sich auch der Landtagsabgeordnete Frank Börner, der Bundestagsabgeordnete Volker Mosblech, die Meidericher Bezirksbürgermeisterin Daniela Stürmann, Bezirksmanager Ottmar Schuwerak, der Abtei-Abt Albert Dölken OPraem, Pfarrer Christian Becker und Werner Rous, der Leiter des Duisburger Jobcenters.

Situation der Duisburger Roma als aktuelle Mahnung gegen Rassismus

Tradition und Gegenwart des Josefstages erläuterte den Gästen zur Begrüßung der Leiter der Duisburger Werkkiste Norbert Geier, der den prominenten Besuch in der Franz-Grave-Halle begrüßte. Erinnerungskultur stand dann im Mittelpunkt des zweiten Progammabschnitts. Diese mag in Zeiten, wo der Hass auf Roma, diese einst Verfolgten des NS-Regimes, in Duisburg deutlich spür-, hör und sichtbar ist, ein ganz zentralen Punkt sein.

Jedenfalls wurde den Gäste die zeitgemäße Umsetzung des Projekts „Stolpersteine“ in Meiderich erläutert. Mit dem Verlegen dieser Steine erinnern Jugendliche an Menschen, die im Zuge des Nazi-Rassenwahns aus ihren Duisburger Häusern getrieben und anschließend deportiert wurden. Ein bedrückendes Thema von höchster Aktualität.

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