Karneval

In Duisburg-Hamborn ist Hoppeditz ein Frühaufsteher

Frisch ausgeruht schwang sich Hoppeditz Wolfgang Swakowski zur ersten Büttenrede der Session auf. Kein Wunder, meinten die Kameraden: „Er lag ja seit Aschermittwoch im Tiefschlaf!“ Foto:Herbert Höltgen

Frisch ausgeruht schwang sich Hoppeditz Wolfgang Swakowski zur ersten Büttenrede der Session auf. Kein Wunder, meinten die Kameraden: „Er lag ja seit Aschermittwoch im Tiefschlaf!“ Foto:Herbert Höltgen

Duisburg- Hamborn.   Erst war er noch etwas müde, doch dann lief Hoppeditz Wolfgang Swakowski zu Höchstformen auf. Der Karnevals-Startschuss im Duisburger Norden.

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„Das ist aber noch etwas früh“, sagte am Samstagmorgen ein noch recht verschlafener Hoppeditz „Swaki“ vor dem Hamborner Rathaus. Mit etwas Verspätung erweckten die Jecken aus dem Duisburger Norden mit Gastvereinen aus der ganzen Stadt und dem angrenzenden Oberhausen um 11.20 Uhr den Hoppeditz Wolfgang Swakowski.

Da musste kräftig „Hoppeditz erwache“ gerufen werden und natürlich durften auch einige Biere und Schnäpse, mittels Trichter eingeführt, nicht fehlen, um den Schlafenden zu wecken. „Er lag ja auch wie jedes Jahr seit Aschermittwoch im Tiefschlaf“, sagte die KG Rot-Weiß Schmidthorst-Präsidentin Gabi Pletziger, die die Veranstaltung gemeinsam mit dem Rot-Weiß Hamborn-Marxloh-Präsidenten, Bürgermeister Volker Mosblech, moderierte.

Zur Begrüßung gab es das Steigerlied

Nachdem der letzte Schlaf aus den Augen gewischt war, legte Swaki allerdings richtig los. Denn wenn man an „so einem herrlichen Tag mit dem Steigerlied geweckt werde“ könne es nur gut werden. Das Traditionslied hatte die Kapelle „Ruhrpott-Guggis“ zum Einmarsch der mehr als 15 Karnevalsvereine am Rathaus gespielt.

„Narren gebt fein acht, ab jetzt bestimme ich den Ton“, sagte der frische Hoppeditz. An seinem Aufwachtag solle gefeiert werden bis spät in die Nacht. „Verkriecht euch nicht zuhause, alt werden wir noch früh genug.“ Swaki lieferte aber auch einen Rückblick auf seine Schlafenszeit, ließ es sich nicht nehmen, dabei auch politisch zu werden – die erste Büttenrede der Session. Anhand der benachbarten Gerüste konnten die Besucher die sich etwas hinziehende Rathausrenovierung mit ansehen, die auch thematisiert wurde. Genauso waren die Entwicklungsgebiete im Friedrichspark und im Zebra-Park Thema, bei denen man zum Teil noch auf Investoren warte.

400 Uniformierte beim Marsch aufs Rathaus

Wie die Nordkarnevalisten hätten sich auch drei der fünf Schützenvereine zum Feiern zusammengeschlossen und haben ein gemeinsames Schützenfest abgehalten. „Wir machten es den Schützen vor, es lohnt sich zu fusionieren.“

Da durfte der Hoppeditz durchaus recht gehabt haben. Schon der Umzug „Marsch aufs Rathaus“ mit knapp 400 uniformierten „Brauchtumspflegern“ von der Abtei zum Hamborner Rathausplatz über die Jägerstraße und am Altmarkt vorbei war eindrucksvoll. Dann ging die Feier richtig los. Auf der Bühne gab’s bis zum Nachmittag ein karnevalistisches Programm.

>>>> Hoppeditz erwachte diesmal früher

Mit von der Partie waren Duisburgs designierte Tollitäten. Der künftige Stadtprinz Kevin I. mit Gefolge sowie Kinderprinz Marvin II. mit Prinzessin Alina I. und Crew statteten ihren inoffiziellen Antrittsbesuch ab.

Aus organisatorischen Gründen hatten sich die Nord-Narren in diesem Jahr für ein verfrühtes Hoppeditz-Erwachen entschieden. So hatten die Vereine noch nicht so viele Termine und konnten sich auf Hamborn konzentrieren.

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