Lesung

Heiner Feldhoff berichtet von der Jugend in Duisburg-Beeck

Heiner Feldhoff liest am Samstag aus seinem neuen Buch in Beeck.

Heiner Feldhoff liest am Samstag aus seinem neuen Buch in Beeck.

Foto: Klöpfer und Meyer

Duisburg-Beeck.  Der ehemalige Beecker lebt heute im Westerwald. Vor knapp 25 Jahren gab er den Lehrerjob auf und wurde hauptberuflich Schriftsteller.

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Der Autor Heiner Feldhoff kehrt am Samstag, 27. Oktober, zu einer Lesung zurück an den Ort seiner Jugend: In der evangelischen Kirche Beeck stellt der heute im Westerwald lebende Autor sein neues Buch „Die Sonntage von Duisburg-Beeck“ vor.

Zustandegekommen ist der Termin über den Arbeitskreis Historisches Beeck. Holger Lambrecht, Mitglied dieser Geschichtsgruppe, kennt Heiner Feldhoff seit Jugendtagen. Beide waren Schüler des Meidericher Max-Planck-Gymnasiums, wenn auch nicht in der gleichen Klasse. Aber: Immer wieder warteten sie zusammen auf die Straßenbahn, um nach der Schule nach Hause zu fahren. Und da verkürzten sie sich die Zeit mit Fußballspielen. „Unsere Tornister dienten als Tor“, erinnert sich Holger Lambrecht.

Es geht in Feldhoffs Buch um das Arbeiter-Milieu

Wenn Heiner Feldhoff, der nach dem Abitur in Münster Germanistik und Romanistik studierte, nach Beeck zurückkehrt, dann hat er Geschichten im Gepäck, in denen er als Ich-Erzähler seine Jugend in einem Geschäftshaushalt, in der Mehrgenerationen-Familie von streng religiösen Textilkaufleuten schildert. Die kleine Beecker Kirche ist dem Schriftsteller gut bekannt: Seine Familie hatte enge Beziehungen dorthin und sein Bruder Martin wirkte dort eine Zeit lang als Organist.

Es geht in seinem Buch um das Arbeiter-Milieu mit den stillgelegten Zechen und der Stahlindustrie im Hintergrund, den radikalen Wandel an Rhein und Ruhr. Zur Sprache kommen auch die Lebensumstände der Eltern in der Nazi-Zeit mit dem Kriegsende in der zerbombten Heimatstadt.

Holger Lambrecht hat schon mal einen Blick ins Buch geworfen

Der Wiederaufbau des Unternehmens geschah unter der Kontrolle des frommen Großvaters, des Patriarchen der Familie, für den ein privater Hausbibelkreis die verbindliche Existenzmitte ist.

Sein Sohn, der Vater des Erzählers, geht daran in jungen Jahren – als sogenannter Hilfsprediger – zugrunde, die starke Mutter wird uralt. Ihr Lebensweg bis in die Gegenwart ist dann auch der rote faden der Erzählung.

Holger Lambrecht hat schon mal einen Blick ins Buch geworfen, aus dem Heiner Feldhoff lesen wird. Darin geht es auch um die Straßen von Beeck. Lambrecht schildert begeistert, dass Feldhoff wunderbar beschreibt, wie sie in den 1950 Jahren aussahen.

Der Eintritt bei der Lesung kostet zwei Euro

Holger Lambrecht hofft, dass sein alter Schulkumpel auch davon vorlesen wird.

„Das interessiert bestimmt viele alte Beecker“, ist er sich sicher. Die Lesung beginnt um 16 Uhr in der evangelischen Kirche, Friedrich-Ebert-Straße 370. Für passende Musik sorgt Heiners Bruder Martin Feldhoff an der Orgel und am Piano.

Nach der Lesung geht es mit einem Autorengespräch weiter. Um 18 Uhr geht es in den Oberhof nebenan, wo Heiner Feldhoff mit den Zuhörern ins Gespräch kommen möchte. Der Eintritt zu dieser Runde kostet zwei Euro.

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