Kirche

Heimatgefühle bei der Maiandacht in der Ludgeruskirche

So dicht beisammen fühlten sich die Besucher der Maiandacht geborgen. Das Kreuz in der Mitte haben die Kinder bemalt.

So dicht beisammen fühlten sich die Besucher der Maiandacht geborgen. Das Kreuz in der Mitte haben die Kinder bemalt.

Foto: Michael Dahlke

Duisburg-Aldenrade.  Der Kinder- und Jugendchor begleitete die Maiandacht in Aldenrade mit Gesang und besinnlichen Texten. 60 Besucher kamen in die Kirche.

Der Regen prasselt auf die Ludgeruskirche. Es weht ein rauer Wind und die Straße, die unter dem dunklen Himmel noch grauer wirkt, ist menschenleer. Die Kirchturmuhr schlägt sechs und die alte Glocke läutet. Auf den ersten Blick wirkt die Kirche düster, doch in einem Seiten-Flügel brennen Kerzen und rund 60 Menschen sitzen in einem Kreis eng beieinander. Sie haben sich am Freitag zur diesjährigen Maiandacht in St. Ludgerus getroffen.

Der Kinder- und Jugendchor begleitete die Andacht mit Gesang, Gitarre, Klavier und besinnlichen Texten. Die Kinder trugen Gleichnisse, Gedichte und Gebete vor. Das Thema war diesmal „Heimat“, was sich schon in der Atmosphäre zeigte: Die Besucher saßen nah beieinander, es war warm und durch das Licht der Kerzen vergaß man das schlechte Wetter. Menschen, die einander kaum kannten, nahmen sich beim Beten an die Hand.

Die Kirche ist Heimat für Menschen im Stadtteil

„Wir haben das Thema Heimat gewählt, weil diese Kirche für einige Menschen im Stadtteil ein Stück Heimat ist. Das wollten wir zeigen. Insbesondere in Zeiten wie diesen, in denen vielen Gemeinden die Schließung droht“, sagt Chorleiterin Ursula Sieg. Der Chor hatte Plakate für die Maiandacht gestaltet und auch das Kreuz, das umrahmt von Kerzen in der Mitte stand, haben die Kinder und Jugendlichen bemalt.

Im Rahmen der Andacht wurden viele Themen aufgegriffen, die sonst selten angesprochen werden: Tod, Trennung, Verlust und das alltägliche Leiden. Tröstend war das Lied „Heimat“ von Johannes Oerding. Der Chor sang „Oh Heimat, wie schön du mich anlachst. Du bist immer da, wenn ich keinen zum Reden hab“. In diesem Moment fühlten sich alle geborgen und zuhause.

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