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Heimatfreunde blicken zurück auf das ländliche Hamborn

Jörg Weißmann ehrt Mattlerhof-Chefin selma Bulut als „Hamborner Heimatfreundin 2018“.

Foto: Reiner Terhorst

Jörg Weißmann ehrt Mattlerhof-Chefin selma Bulut als „Hamborner Heimatfreundin 2018“. Foto: Reiner Terhorst

Röttgersbach.   Bei der Jahreshauptversammlung ehrte Jörg Weißmann die Mattlerhof-Chefin Selma Bulut als „Heimatfreundin“. Veranstaltungen zum Bergbau geplant.

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Der Heimatverein Hamborn veranstaltete im großen Saal des Brauhauses Mattlerhof seine Jahreshauptversammlung. Der Vorsitzende Jörg Weißmann nutzte gemeinsam mit seinem Vorstandsteam die Möglichkeit, zurück zu schauen auf die Tätigkeit des Vereins im Kalenderjahr 2017.

Außerdem blickten die Heimatfreunde auf den noch verbleibenden Rest des Jahres 2018, wo der thematische Schwerpunkt der Veranstaltungen „Bergbau im Duisburger Norden“ heißt.

Zuvor führte Heimatvereins-Mitglied Uwe Becker, seines Zeichens Lehrer mit einem fundierten Blick für Stadtgeschichte, die Besucher im Brauhaus zurück in die Zeiten vor dem Steinkohle-Bergbau in der Region.

Uwe Beckers Vortrag führt die Besucher zurück in vorindustrielle Zeiten

Zurück ins 17. und 18. Jahrhundert, als Wald, Heideland und Sümpfe die Landschaft rund um den Zusammenfluss von Rhein und Ruhr bestimmten. Eine Landschaft, durchsetzt mit Dörfern und Höfen, deren Besitzer das Geschick der recht spärlich besiedelten Region mit prägten.

Becker berichtete den Gästen zur Geschichte des Borgartzhofes, der einst an der Stelle des heutigen Abtei-Gymnasiums stand. Er sprach über den alten Hottelmannshof, der nahe des heutigen Botanischen Gartens existierte. Den Gerlingshof, an den noch heute die Gerlingstraße erinnert. In Marxloh gab es im 15. Jahrhundert den Schultenhof, an dessen Existenz heute noch die Schulte-Marxloh-Straße erinnert.

Wald, Sumpfland, Dörfer und Gehöfte

Die Landschaft der damaligen, vorindustriellen Zeit, sagte Becker, könne man sich heute nur schwer vorstellen. „Teils gibt der Röttgersbach dem Besucher noch eine kleine Idee, wie es einmal war oder gewesen sein mag“, sagte Becker mit Blick auf den Veranstaltungsort Mattlerhof. Dieser zählt freilich auch zu den traditionsreichen Gehöften des vorindustriellen Hamborn.

Mattlerhof war dann auch ein gutes Stichwort, als es galt, den Hamborner Heimatfreund des Jahres zu ehren. Wohl selten war ein potenzieller Preisträger so überrascht, wie Selma Bulut am Dienstagabend.

Auszeichnung an treue Unterstützerin des Vereins

Die Wirtin des Brauhauses Mattlerhof erhielt nicht nur eine formschöne Kristall-Skulptur aus den Händen des Vereinsvorsitzenden Jörg Weißmann, sie erhielt auch lang anhaltenden Applaus: „Selma Bulut unterstützt unseren Verein sehr aktiv“, sagte Jörg Weißmann, „und ich bin sehr glücklich, sie hier auszeichnen zu dürfen.“

Gedankt wurde auch dem Ehepaar Zöhrer: „Bei der Fuchsienausstellung habt ihr eine Blume nach unserem Heimatverein benannt“, sagt Jörg Weißmann bei der Übergabe von Blumen und einem Präsent, „das ist für uns nach wie vor eine große Ehre.“

Thematisch wird der Heimatverein im Jahr 2018 aus gegebenem Anlass auf „Bergbau“ setzen: „Das Ende der langen Geschichte des Ruhr-Bergbaus wird von uns mit Veranstaltungen begleitet.“

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