Aktion

Hamborner Sportvereine gemeinsam gegen Rassismus

Die Botschaft an der Warbruckstraße: Kein Kind darf gemobbt oder diskriminiert werden. Egal ob blond, dunkelhaarig, dick, dünn, jüdisch, christlich oder muslimisch.

Die Botschaft an der Warbruckstraße: Kein Kind darf gemobbt oder diskriminiert werden. Egal ob blond, dunkelhaarig, dick, dünn, jüdisch, christlich oder muslimisch.

Foto: Jörg Schimmel

Marxloh.   An der Warbruckstraße sagten Trainer, Kinder und Eltern gemeinsam der Ausgrenzung den Kampf an. Gegen Mobbing und Drogenkonsum.

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Vier verschiedene Sportvereine sind an der Warbruckstraße beheimatet: Gelb Weiß Hamborn, der SV Rhenania Hamborn, der FSV Duisburg und der MTV Union Hamborn. Diese vier Vereine haben jetzt erstmals gemeinsam an einem Projekt gearbeitet.

Mit vereinter Kraft riefen sie das „Sportfestival 2018 – gegen Gewalt, Drogen und Mobbing“ ins Leben. Das Sportfestival fand zum ersten Mal am vergangenen Wochenende statt. Es sollte der Grundstein künftiger Zusammenarbeit werden. Mit den gemeinsamen Projekten wollen die Vereine den Sport, die Bildung und die Integration in Marxloh und Umgebung fördern.

Hauptbestandteil des Sportfestes war ein Fußballturnier. Kinder im Alter von vier bis elf Jahren, aus mehr als 60 Fußballvereinen, traten gegeneinander an. Sie kamen aus Duisburg und von außerhalb, gehörten den verschiedensten sozialen Schichten an und hatten unterschiedliche ethnische Hintergründe, doch sie alle verband eins: die Liebe zum Fußball.

Unterstützer des Projekts sind Oberbürgermeister Sören Link und die Entwicklungsgesellschaft Duisburg (EG DU). Letztere hat eine große Menge an Sportgeräten zur Verfügung gestellt. Sowohl kulinarisch als auch musikalisch war die Veranstaltung stark interkulturell geprägt. Es gab einige Stände, die Essen und Trinken aus den verschiedensten Küchen der Welt anboten und an einem Kaufstand konnte man Sportequipment und -kleidung erwerben.

Bühnenprogramm mit Musik

Mittags startete das Bühnenprogramm und einige Sänger sowie Karnevalsvereine unterhielten die plaudernden und lachenden Besucher des Festivals. Es waren alle Musikgenres und Sprachen vertreten, so dass für alle Besucher etwas dabei war.

Cafer Kaya, Organisator des Fests, sagte, dass das Ziel der Veranstaltung in erster Linie der Spaß der Kinder an dem Sport sei. „Allen hier macht der Sport Spaß. Er verbindet, fördert die Gesundheit, verschafft Lebensfreude und die Kinder können Vorurteile abbauen.“ sagte Kaya. Ebenfalls im Mittelpunkt der Veranstaltung stände die Kooperation der vier Vereine und die Wichtigkeit, Marxloh durch diese Kooperation zu stärken. Ergänzte Kaya.

Ein weiterer Organisator, Sven Seidel, beteuerte, wie wichtig es für die Vereinsgemeinschaft sei, alle zu integrieren. „Das Geschlecht, der religiöse oder kulturelle Hintergrund, oder der soziale Stand ist bei uns nebensächlich. Wir wollen alle integrieren und so den Spaß der Kinder stärken“, sagte er.

Später am Tage wurden die neu vereinbarten Grundsätzen der vier Vereine bekannt gemacht. Der gemeinsame Nenner ist die Null-Toleranz-Haltung gegenüber Diskriminierung, Rassismus, Hassbekundung, Drogen, Gewalt und Mobbing.

„Wir tun das hier für Marxloh und die Kinder die hier aufwachsen. Wir wollen gemeinsam etwas Großes entstehen lassen, damit das Zusammenleben hier besser wird und gelingt.“, sagte Cafer Kaya. Mit Hilfe regelmäßiger Treffen und Gespräche wollen die Vereine Vorurteile und Gerüchte aus der Welt schaffen und den „Sportpark Warbruckstraße positiv weiterentwickeln.

Das Sportfestival setzte ein Zeichen für den fairen Umgang miteinander, im Sport sowie im sonstigen eben. Durch die Zusammenarbeit sollen die Kinder und Jugendlichen stark gemacht und das Zusammenleben in Marxloh verbessert werden.

Mehr als 2000 Besucher kamen. „Für uns vier Vereine ist der Sport eine Leidenschaft und mit dieser Leidenschaft wollen wir viele Menschen in Duisburg erreichen.“, sagte Cafer Kaya hoffnungsvoll lächelnd.

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