Bildung

Hamborner erleben die Faszination der Physik

Die große „Mint-Show“ der Naturwissenschaft am Abtei-Gymnasium begeisterte die 150 Besucher mit spektakulären Experimenten und ganz viel Humor.Foto:Michael Dahlke

Die große „Mint-Show“ der Naturwissenschaft am Abtei-Gymnasium begeisterte die 150 Besucher mit spektakulären Experimenten und ganz viel Humor.Foto:Michael Dahlke

Alt-Hamborn.   Große „Mint-Show“ am Abtei-Gymnasium verblüfft Besucher mit zauberhafter Naturwissenschaft. Schüler beziehen 150 Gäste mit in das Programm ein.

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Grundschüler der vierten Klasse für Mathematik, Informatik und die Naturwissenschaften zu begeistern, das möchte das Abteigymnasium mit den drei Mint-Tagen erreichen, die es in diesem Jahr zum zweiten Mal gab. Ein gelungener Abschluss mit Knalleffekt war die große Physikshow.

Die etwa 150 Besucher in der Aula wedeln mit ihren Antwortkarten. Was wird wohl mit dem großen Ölfass auf der Bühne passieren, in dem seit Beginn der Show ein großer Brenner einen Liter Wasser in Wasserdampf verwandelt hat?

Abfliegende Deckel und schäumende Fässer

Wenn man den Deckel dicht schließt und es von außen mit Wasser kühlt, wird dann der Deckel abfliegen oder wird sich das Fass zusammenziehen oder passiert am Ende gar nichts? Die Meinungen sind sehr geteilt. „Es passiert überhaupt gar nix“, rufen die Grundschüler in den vorderen Reihen aufgeregt und ungeduldig.

Die Schülerinnen der neunten Klasse, die das Bühnenprogramm mit ihrer Mathematik-und Techniklehrerin Ulrike Nachmann aufwändig vorbereitet haben, hoffen, dass die Grundschüler nicht Recht behalten. Alle starren gespannt auf das Fass. Rumms!

Eltern und Kinder machen große Augen

Mit lauten Donnern fliegt der hüfthohe grüne Hohlkörper hoch und landet, zerquetscht wie eine Limodose auf den Bühnenbrettern. Nicht nur die Grundschüler sind beeindruckt, auch die Eltern machen große Augen. Zum Glück ist Albert Einstein persönlich auf der Bühne erscheinen, um zu erklären, wie die Sache funktioniert.

Diese Art von Fragen hat die Grundschüler schon an allen drei Mint-Tagen in diesem Herbst umgetrieben. Warum kann man eigentlich mit einem statisch aufgeladenen Plastikstab einen Wasserstrahl ablenken? Wie sieht der menschliche Körper von innen aus? Wie kann man Metalle voneinander unterscheiden, die gleich aussehen, aber verschiedene Eigenschaften haben? Wie funktionieren Pixel?

Laborhelfer unterstützen die Lehrer

Den neunjährigen Neugiernasen und ihren Eltern standen bei ihren Experimenten Lehrer und ältere Schüler aus dem Laborhelferkonzept der Schule zur Seite. Die Laborhelfer können auch im Chemieunterricht der unteren Klassen bei Bedarf die Lehrer unterstützen. „Ich möchte mit meinen Schülern nämlich wenigstens in jeder zweiten Stunde Experimente machen, weil sie dann den Spaß an der Chemie behalten“, sagt dazu Saskia Neukirchen, die als Seiteneinsteigerin mit viel Enthusiasmus am Abteigymnasium Chemie unterrichtet.

Ulrike Nachmann organisiert die Mintveranstaltungen an der Schule. Als sie an den Grundschulen zur Teilnahme einlud, stieß sie zunächst auf zurückhaltende Reaktionen. Aber es gehe dem bischöflichen Gymnasium nicht in erster Linie um die frühzeitige Werbung neuer Schüler, wie Nachmann versichert: „Wir haben ausdrücklich alle Kinder des Jahrgangs zur kostenlosen Teilnahme an unseren Mint-Tagen eingeladen, einfach weil wir ihre Begeisterung für die Mintfächer fördern wollen.“

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