Schul-Projekt

Grundschüler in Duisburg-Aldenrade pflanzen eigenes Gemüse

Mitglieder der Gemüseackerdemie zeigen den Schülerinnen und Schüler der GGS Sternstraße, wie sie ein Gemüsebeet anlegen.

Mitglieder der Gemüseackerdemie zeigen den Schülerinnen und Schüler der GGS Sternstraße, wie sie ein Gemüsebeet anlegen.

Foto: Daniel Elke

Duisburg-Aldenrade.   Die Gemüse-Ackerdemie hat in Aldenrade vorbeigeschaut. Zusammen mit Grundschülern haben Profis einen Gemüsegarten angelegt. Bald wird geerntet.

Schnell geht es, viel zügiger als geplant. Kein Wunder, sind doch die Steppkes der Grundschule an der Sternstraße in Walsum mit vollem Eifer bei der Sache. Sie bewegen sich rasant über den Acker hinter dem Schulgebäude und pflanzen Gemüse ein. Unterstützung gibt es von Mitarbeitern der Gemüse-Ackerdemie, die regelmäßig an Schulen das Bewusstsein für die Bedeutung von Natur und die Wertschätzung von Lebensmitteln wecken.

,,Kinder haben immer weniger Kontakt und Bezug zur Natur, sowohl zu Hause als auch in Kitas und Schulen”, weiß Susanne Büchner von der Ackerdemie. An 76 Einrichtungen in der Region sind sie und ihre Kollegen unterwegs, klären auf und bauen an.

Die Ackerakademie hat verschiedene Angebote im Köcher

In der Folge pflegen und ernten die Kids in der Schule – und kochen und essen ihre Erträge. Die Jungen und Mädchen werden auch nach dem ersten Einpflanzen begleitet. ,,Wir sind mehrere Male vor Ort an den Schulen und helfen mit. Es gibt verschiedene Programme der Ackerdemie”, erklärt Büchner.

Die Kinder des offenen Ganztags der Grundschule an der Sternstraße haben jedenfalls viel Spaß. Salat, Sellerie, Kohlrabi und Kartoffeln bauen sie auf der großen Fläche hinter dem Hauptgebäude an. ,,Ich freue mich sehr, dass wir bald leckeres Essen direkt aus unserem Schulgarten essen können”, sagt die neunjährige Leni.

Nach der Ernte kochen die Kinder gemeinsam

Dass die Beete auch in Zukunft gepflegt werden müssen, ist für sie und die anderen Kinder kein Problem. Ganz im Gegenteil, die meisten können es kaum abwarten, die eigens angebauten Lebensmittel zu essen.

Kinder, die an dem offenen Ganztag der Schule teilnehmen, kochen und essen regelmäßig zusammen. ,,Ich mag am liebsten grünen Salat, den esse ich sehr gerne mit Zaziki”, verrät Leni. Anstrengend sei die Arbeit nicht. ,,Es macht Spaß, draußen zu sein”, sagt sie. Dass gerade einige Regentropfen fallen, scheint sie gar nicht zu bemerken. Ebenso wenig wie ihre Schulfreundin Leonie (8). ,,Ich esse gerne rote Beete. Das hier selbst anzubauen ist sehr toll”, sagt sie.

Die Pflanzaktion dauerte anderthalb Stunden

Etwa anderthalb Stunden dauert es, das Gemüse einzupflanzen. Zuvor hatten Mitarbeiter der Gemüseackerdemie aus der Wiese einen Acker gemacht. Trotzdem: In nur anderthalb Stunden so viele verschiedene Gemüsesorten in die Erde zu bringen, ist eine stramme Leistung. ,,Die Kinder sind alle so engagiert und mit großem Einsatz dabei. Das ist schon enorm”, sagt Susanne Büchner.

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