Großes Europa-Projekt am Marxloher Kolleg

Marxloh.   Alle sprechen über den Marxloh-Besuch des Bundespräsidenten. Dabei ist die Eröffnung der Fotoausstellung „Gekreuzter Blick durch die Stadtteile“ am Sophie-Scholl-Berufskolleg am 8. März kaum weniger prominent besetzt. Die deutsch-französische Schau wird um 11 Uhr in der Aula eröffnet von Carina Gödecke, Vizepräsidentin des Landtags NRW, dem großen deutsch-französischen Publizisten Alfred Grosser und Generalkonsul Vincent Muller.

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Alle sprechen über den Marxloh-Besuch des Bundespräsidenten. Dabei ist die Eröffnung der Fotoausstellung „Gekreuzter Blick durch die Stadtteile“ am Sophie-Scholl-Berufskolleg am 8. März kaum weniger prominent besetzt. Die deutsch-französische Schau wird um 11 Uhr in der Aula eröffnet von Carina Gödecke, Vizepräsidentin des Landtags NRW, dem großen deutsch-französischen Publizisten Alfred Grosser und Generalkonsul Vincent Muller.

Was bedeutet Demokratie für mich in einem gemeinsamen Europa? Dieser Frage stellten sich die Studierenden der Fachschule für Sozialpädagogik des Sophie-Scholl-Berufskollegs.

Statt die Frage nur untereinander zu reflektieren und zu diskutieren, gingen die jungen Leute hinaus in den Stadtteil. Im Rahmen dessen wurden Menschen, Orte und Institutionen in Marxloh besucht und Gespräche geführt im Hinblick auf das jeweilige Demokratieverständnis unter anderem mit geflüchteten Jugendlichen, Kindern der Grundschule Sandstraße, Schülern vom Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium, Jugendlichen aus dem Jugendzentrum Zitrone und dem Petershof sowie zahlreichen anderen Menschen im Stadtteil.

Das Projekt erfolgte in Zusammenarbeit mit einem französischen Team, dem Fotoreporter Hervé Lequeux und dem Journalisten Sébastien Deslandes und nimmt ausdrücklich Bezug auf deren Ausstellung „Une jeunesse francaise“ (Eine französische Jugend), in der die Situation von Jugendlichen in den Banlieues, den Problembezirken von Paris, beleuchtet wird. Mit der Fotoausstellung „Gekreuzter Blick durch die Stadtteile“ werden nun am kommenden Donnerstag die Ergebnisse der intensiven, halbjährigen Arbeit präsentiert.

Die Projektidee „Marxloh kann … Demokratie“ resultiert aus dem Projekt „Marxloh kann…“, das sich am mit einem spektakulären Jugend- und Stadtteilfest nachhaltig präsentierte. Bei „Marxloh kann… Demokratie“ handelt es sich um ein Kooperationsprojekt zwischen dem Sophie-Scholl-Berufskolleg, dem Institut Francais und der Landeszentrale für politische Bildung NRW.

Die Schirmherrschaft haben die Vizepräsidentin des Landtags Frau Carina Gödecke und Herr Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Alfred Grosser übernommen. Sie sagten begeistert zu, als Schülerinnen und Schüler sie bei ihrem letzten Besuch am Sophie-Scholl-Berufskolleg darum baten. Neben ihnen werden zahlreiche Vertreter aus Kultur und Politik sowie viele Kinder und Jugendliche erwartet.

Das Grußwort hält neben dem Beigeordneten der Stadt Duisburg, Herrn Thomas Krützberg, kein Geringerer als der französische Generalkonsul Vincent Muller. Um 14.30 Uhr findet zudem noch eine Diskussionsrunde mit Professor Grosser und Schülerinnen und Schülern statt zum Thema „Die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft in der heutigen Zeit“.

Die Ausstellung „Gekreuzter Blick durch die Stadtteile“ („Regards croisés sur les quartiers“) nimmt die Kinder und Jugendlichen in den Fokus und zeigt Parallelen zu dem Leben der Kinder und Jugendlichen in Frankreich auf. Es werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Szene gesetzt und die Fotos und Texte so kombiniert, dass ein Aspekt mit jedem Bilderpaar in einem „gekreuzten Blick“ betrachtet wird. Dabei ist der Text - die Geschichte, die Motive und Eindrücke hinter dem Bild - genauso wertvoll und interessant wie das Foto selbst. Der gewünschte und erzielte Effekt dieses Projekts ist, dass nicht - wie so oft - über Kinder und Jugendliche und deren Situation gesprochen wird, sondern sie selbst zu Wort (und zum Bild) kommen. Die Ausstellung räumt daher in überzeugender Weise mit Vorurteilen und vorgefertigten Meinungen auf.

Interessierte haben die Möglichkeit, sich die Ausstellung vom 12. bis 13. März zwischen 9.30 Uhr und 15 Uhr und am 14. März. von 14 bis 18 Uhr anzuschauen.

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