Ortsumfahrung Walsum

Großer Andrang beim Info-Abend zur Ortsumfahrung Walsum

Der CDU-Bürgerabend zur geplanten Umgehungsstraße Walsum lockte rund 100 Zuhörer.

Der CDU-Bürgerabend zur geplanten Umgehungsstraße Walsum lockte rund 100 Zuhörer.

Foto: Herbert Höltgen

Duisburg-Walsum.   Mitarbeiter der Stadtverwaltung Duisburg haben beim CDU-Info-Abend rund 100 Besucher informiert. Klare Aussage: Baubeginn nicht vor Ende 2020.

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Zu einem Informationsabend über den Planungsfortschritt der Umgehungsstraße hat die Walsumer CDU die Bürger ins Haus Garden gebeten. Das Thema interessierte die Anwohner sehr, wie der mit 100 Walsumern gut gefüllte Saal zeigte.

„Dies ist keine Wahlveranstaltung, sondern wir wollten die Bürger so früh wie möglich, noch vor der öffentlichen Sitzung in der nächsten Woche auf den neusten Stand bringen“, sagte Ratsherr Elmar Klein. Er begrüßte Bernd Welke, Axel Brenner und Marian Krüger vom Duisburger Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement, deren Berufsleben teils schon recht lange von der angedachten Straße durchzogen wird.

Die Umgehungsstraße ist seit 30 Jahren im Gespräch

„Ich glaube, es war schon von der Südwesttangente oder Querspange die Rede, als ich 1990 bei der Stadt Duisburg angefangen habe“, räumte Stadtplaner Welke ein und fügte hoffnungsvoll hinzu, „aber so weit wie jetzt waren wir noch nie“.

Er erläuterte, dass nach der öffentlichen Auslegung der Pläne im Bezirksamt alle privaten und öffentlichen Belange gegeneinander abgewogen werden müssen. Ein Verfahren, an dem allein über 70 Träger, wie die Steag oder auch der Bund für Umwelt und Naturschutz, beteiligt werden müssen. So erkläre sich, dass das Verfahren allein mit der europaweiten Ausschreibung schon zweieinhalb Jahre dauern könne. Der Bau selber soll dann in drei Abschnitten erfolgen.

Die geplante Straße soll eine 3,5 Meter breite Spur pro Richtung haben

Der erste führt vom Thyssen-Schacht 2/5 an der Grenze zwischen Hamborn und Walsum bis zur Weseler Straße. Die geplante Straße soll eine 3,5 Meter breite Spur pro Richtung haben und mit einem Rad- und Fußgängerweg auf einer Seite ausgerüstet sein, wie Sachgebietsleiter Brenner erklärte. Der erste Bauabschnitt schlägt mit zwölf Millionen Euro zu Buche für alle drei Abschnitte sind Kosten von 28 Millionen Euro prognostiziert. Vom Land gefördert werden etwa 65 Prozent der Summe, es kommen auf die notorisch klamme Stadt also absehbar Kosten von etwa 10 Millionen Euro zu.

„Das Geld für die Finanzierungslücke holt euch mal schön beim Herrn Staake wieder, schließlich profitiert der Logport am meisten von der neuen Straße“, lautete der nicht ganz ernst gemeinte Vorschlag des Orsoyer CDU-Politikers Josef Devers, der als interessierter Nachbar an der Veranstaltung teilnahm. „Baubeginn könnte, aber nur wenn alles super läuft, gegen Ende 2020 sein“, sagte Brenner auf die Frage, wie lange die Walsumer bei steigendem Logportverkehr wohl noch auf die Umgehung warten müssten. Konkreter konnte er bei Einzelfragen helfen. „Wird mein Garten, der auf dem Thyssengelände liegt, weichen müssen?“, befürchtete eine Anwohnerin des zweiten Bauabschnittes. „Messen sie vom Zaun an mit Bankett, Abstandsstreifen und breiten Radweg eine Gesamtbreite von elf Metern aus“, riet ihr der Fachmann.

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