Bildung

Gesamtschule Meiderich bei Eltern und Kindern beliebt

Die Gesamtschule Meidericherfreut sich bei Eltern und Schülern weiter großer Beliebtheit. Es gibt mehr Anmeldungen als Schulplätze.Foto:Fabian Strauch/Archiv

Die Gesamtschule Meidericherfreut sich bei Eltern und Schülern weiter großer Beliebtheit. Es gibt mehr Anmeldungen als Schulplätze.Foto:Fabian Strauch/Archiv

Meiderich.   In der Bezirksvertretung legte die Verwaltung den Kommunalpolitikern die Anmeldezahlen für Grundschulen und weiterführende Schulen vor.

In der vergangenen Sitzung der Bezirksverrtretung für Meiderich und Beeck wurde den lokalen Kommunalpolitikern eine Auflistung der Schulanmeldungen für das kommende Schuljahr 2018/2019 vorgelegt.

Bei den zwei Gesamtschulen im Bezirk kommt es nach den Zahlen der Verwaltung zu folgender Situation: Die Gesamtschule Meiderich verzeichnet deutlich mehr Anmeldungen als Schulplätze zur Verfügung stehen. 174 Schulplätzen stehen 225 Anmeldungen gegenüber. Im vergangenen Jahr gab es 192 Anmeldungen an der Schule.

Dr. Detlef Feldmann will Gesamtschulen stärken

Die Beecker Theodor-König Gesamtschule hält ebenfalls 174 Schulplätze vor. Hier gab es laut Verwaltung lediglich 82 Anmeldungen, bei einer geplanten Aufnahme von 162 Schülern. Im vergangenen Jahr wurden noch 119 Kinder in Beeck angemeldet.

Vor dem Hintergrund der Anmeldezahlen für die Meidericher Gesamtschule forderte Dr. Detlef Feldmann von der Linken eine Reaktion der Verwaltung. Die Aufnahme-Kapazität einiger Gesamtschulen müsse vergrößert werden: „Bei Gesamtschulen fehlt mindestens eine Klasse. Wann ändert sich das?“

Das Meidericher Max-Planck-Gymnasium wird zum neuen Schuljahr 92 neue Schüler aufnehmen. Im Vorjahr waren es 116. Damals überstieg die Zahl der Anmeldungen das Aufnahmepotenzial der Schule.

Beecker Realschule erfreut sich großer Beliebtheit

Auf konstant hohem Niveau bleiben die Anmeldungen an der Beecker Stresemann-Realschule. Während es im vergangenen Jahr 76 Anmeldungen gab, waren es in diesem Jahr 84 Schülerinnen und Schüler, deren Eltern sich für die Schule entschieden. Dies entspricht praktisch Voll-Auslastung, 87 Plätze stehen zur Verfügung. Christof Eickhoff, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung, freute sich über diese Zahlen. Für die CDU, sagte er, sei die Realschule nie ein Auslaufmodell gewesen: „Wir freuen uns, dass die Realschule weiter so beliebt ist.“

Bei den Grundschulen gibt es laut Verwaltung für das kommende Schuljahr ein Potenzial von 716 Kindern im Bezirk, die eingeschult werden sollen. Insgesamt wurden in den Grundschulen in Meiderich und Beeck jedoch nur 591 Kinder angemeldet. Inklusive Nachmeldungen und bereinigt um die Zahl der Kinder, die dann doch noch in anderen Bezirken zur Schule gehen, sollen 621 i-Dötzchen in Meiderich und Beeck eingeschult werden.

Rolf Storm besorgt wegen Grundschule Bergstraße

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Storm fand es bedenklich, dass an der Schule Bergstraße lediglich 59 Anmeldungen, inklusive Nachmeldungen, eingegangen sind. Ein anwesender Vertreter der Schul-Elternschaft verwies auf die lange währende Diskussion um Schul-Container: „Die hat dabei eine Rolle gespielt und Eltern abgeschreckt.“

Die Bezirksvertreter diskutierten im Verlauf der vergangenen öffentlichen Sitzung der Bezirksvertretung für Meiderich und Beeck auch darüber, wie die hohen Anmeldezahlen der Förderschule am Rönsbergshof zu bewältigen seien.

Die Schule am Rönsbergshof weist derzeit eine Schülerzahl von 247 auf. Diese Zahl überschreitet die Aufnahme- und Beschulungskapazität der Schule um 45 Prozent, denn die Schule ist eigentlich für 170 Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf ausgelegt. Die Lehrer haben sogar ihr Lehrerzimmer aufgegeben, um weitere Schulraum zu schaffen.

Am Rönsbergshof entstehen mobile Klassenräume

Dennoch fehlen derzeit drei Klassenräume und Räumlichkeiten für den Differenzierungs-Unterricht.

Als kurz- bis mittelfristige Lösung sollen nun zwei mobile Klassen-Einheiten, Schulcontainer, Entlastung schaffen. Die werden auf dem Schulgelände aus Fertigteilen barrierefrei aufgestellt. Vom Schulgebäude aus sollen alle erforderlichen Versorgungsleitungen an die mobilen Klassenmodule angeschlossen werden.

Es ist geplant, die mobilen Klassen-Container bis zur Schaffung von dauerhaften Erweiterungen am Rönsbergshof zu betreiben. Am Raumkonzept einer dauerhaften Schulerweiterung, schreibt die Verwaltung, werde derzeit gearbeitet. Für einen Zeitraum von zwei Jahren, schreibt die Verwaltung, würden der Stadt Gesamtkosten von 301 514 Euro anfallen.

Die Beschlussvorlage wurde einstimmig angenommen.

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