EU-Projekt Erasmus+

Europa ist zu Gast in Hamborn

Lehrer und Schüler aus vier europäischen Partnerländern sind in dieser Woche zu Gast in der Leibniz-Gesamtschule in Hamborn.

Lehrer und Schüler aus vier europäischen Partnerländern sind in dieser Woche zu Gast in der Leibniz-Gesamtschule in Hamborn.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Gastschüler und Lehrer aus Polen, Italien, Spanien und Portugal arbeiten gemeinsam mit Schülern der Leibniz-Gesamtschule im Eramus+Projekt.

Wenn Lola aus Spanien, Mariana aus Portugal, Emi aus Italien, Hanna aus Polen und Nicoleta aus Duisburg gemeinsam werkeln für das Projekt „Beyond Borders“, dann ist Europa zu Gast in Hamborn. Die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesamtschule ist die koordinierende Schule im EU-Bildungsprojekt Erasmus+ und hat in dieser Woche 34 Schüler und sieben Lehrer aus den vier Partnerländern zu Gast für die Arbeit am zweijährigen Projekt.

Große Konkurrenz unter deutschen Schulen

Schon zum zweiten Mal macht die Hamborner Schule bei Erasmus+ mit, ein dreijähriges Projekt, 2017 gestartet, läuft noch. Der Erfolg der Bewerbung als koordinierende Schule mit dem Multimedia-Projekt „Beyond borders“ ist keine Selbstverständlichkeit. „In Deutschland ist die Konkurrenz groß“, sagt Englisch-Lehrerin Bettina Wegner, die mit ihrer Kollegin Yvonne Bernhardt die Fäden in der Hand hält.

In einem Extra-Kurs in englischer Sprache bereiten sich 26 Schüler mit zwei Wochenstunden auf die Mitarbeit vor, weitere Schüler engagieren sich als Gastgeber und nehmen Schüler aus den Partnerländern bei sich auf. Am Sonntag reisten Italiener, Polen, Spanier und Portugiesen per Flieger an. Mit dem Bus waren die Gruppe aus Bydgoszcz in Zentral-Polen unterwegs. „Es gab einen Flug nach Weeze, aber der ist leider gestrichen worden“, erklärt Lehrerin Johanna Gralak.

Gemeinsam für ein Multimedia-Projekt

Über eine Internet-Plattform präsentieren die Schulen ihre Projekt und finden so die passenden Partner. Kurzfilmen produzieren die Hamborner, Podcasts die Polen, mit Webseiten die Spanier, mit Online-Präsentationen die Italiener und die Portugiesen mit der Programmiersprache „Scratch“. Am Ende fügt sich alles zu einem Gesamtbild. Arbeit und Vergnügen mischen sich im Programm: Am Dienstag schwärmten die Schüler gemeinsam mit iPads aus, um Filme zu drehen, weitere Clips entstanden auch am Mittwoch beim Klettern im Landschaftspark Nord.

„Das war für viele Schüler auch eine Überschreitung ihrer persönlichen Grenzen“, berichtet Maria Chiara Colalongo. Begeistert haben die Italienerin die Ideen der Schüler: Die Verständigung mit und ohne ihre unterschiedlichen Muttersprachen haben sie ebenso thematisiert wie Freundschaften und Mobbing.

Drei weitere Reisen folgen noch

Begonnen hat der Reisereigen im März in Portugal, im November sind die Partner in Bologna (Italien) zu Gast, im Februar in Coín (Spanien), im April in Polen, ehe das Projekt im Juni endet. Die gesammelten Ergebnisse werden dann bei der EU eingereicht und auf einer Internet-Plattform für andere europäische Schulen ebenso zur Verfügung gestellt, wie die Projektplanung der Lehrer.

>>>Stichwort: Erasmus+

Das EU-Bildungsprogramm soll die Quote der Schulabbrecher senken, Schlüssel-Kompetenzen der Schüler und berufliche Kompetenzen der Lehrer stärken. Für jedes Programm-Jahr werden Prioritäten festgelegt, Schulen können sich mit Projekten bewerben.

Die Reise und Projektkosten werden finanziell von der EU gefördert, das Budget für die Leibniz-Gesamtschule beträgt 29.500 Euro.

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