Bildung

Erstes Familienzentrum an Duisburger Schule eingerichtet

Mit den Räumlichkeiten des offenen Ganztages ist die Grundschule Bergstraße gut für das Projekt geeignet.

Mit den Räumlichkeiten des offenen Ganztages ist die Grundschule Bergstraße gut für das Projekt geeignet.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Untermeiderich.  An der Bergstraße wurde erstmals ein Familienzentrum an eine Grundschule angedockt. Das soll künftig den ganzen Stadtteil bereichern.

Familienzentren, mit Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Eltern, gibt es in Duisburg einige – bislang jedoch nur an Kitas. Jetzt wurde erstmals ein solches an eine Grundschule angedockt. Das Familienzentrum an der Gemeinschaftsgrundschule Bergschule ist ein Pilotprojekt der Stadt Duisburg und des Evangelischen Bildungswerks und soll den ganzen Stadtteil bereichern.

Das Familienzentrum soll Eltern die Unterstützung bieten, die viele noch aus der Kindergartenzeit gewohnt sind. ,,Die Angebote von Familienzentren werden immer gerne genutzt, wenn die Kinder dann allerdings in die Schule kommen, gibt es einen radikalen Schnitt’’, findet Ralph Kalveram, Leiter des Amtes für Schulische Bildung. Gemeinsam mit dem Evangelischen Bildungswerk wolle man das ändern. ,,Wir wollen hier eine Blaupause für zukünftige Familienzentren schaffen’.’ Noch stehe kein konkreter Ort für eine weitere Einrichtung fest, dass eine kommen soll, allerdings schon.

Die Nachfrage nach Spielgruppen ist bereits hoch

Das Familienzentrum kostet 38.000 Euro im ersten Jahr. Demnächst sollen Kooperationen mit Vereinen aus dem Stadtteil folgen.

Die Idee sei bereits vor zwei Jahren aufgekommen. Damals habe sein Arbeitskreis das Konzept erstellt, erklärt Marcel Fischell, Geschäftsführer des Evangelischen Bildungswerkes in Duisburg. ,,Die Schule an der Bergstraße ist mit den Räumlichkeiten des offenen Ganztages bestens als Pilotprojekt geeignet’’, sagt er. Mit Spielgruppen, Eltern-Kind-Kursen und Veranstaltungen wie Lesungen und Theateraufführungen sowie Angeboten zum Erfahrungsaustausch und zur Alltagsberatung wolle man Familien im Stadtteil unterstützen – mit besonderem Blick auf schulische Themen.

In die gemeinsame Planung und Umsetzung der Angebote sollen Eltern und Lehrkräfte aktiv einbezogen werden. ,,Ziel ist es, die Schule zu erweitern und zu einem Ort werden zu lassen, an dem Familien Unterstützung erhalten können, aber auch andere ihrem Bedarf entsprechende Angebote passgenau vorfinden’’, fasst Fischell zusammen.

Eltern, Kinder und Schule sollen durch das Familienzentrum enger zusammenwachsen

Dass man sich als Ort für das Pilotprojekt die Bergschule ausgesucht hat, hänge nicht nur mit der räumlichen Ausstattung zusammen. ,,Wir wollten im ersten Schritt in einen Stadtteil gehen, der zwar seine Probleme hat, aber kein sozialer Brennpunkt ist’’, erklärt Fischell. Eine der Aufgaben des Familienzentrums sieht Kalveram darin, mit Eltern in Kontakt zu kommen. ,,Während so etwas in Kindertagesstätten noch eher zur Normalität gehört, verliert sich das oft, wenn die Kinder älter werden und zur Schule gehen. Dann ist es oftmals schwer, Eltern zu Elternabenden zu locken. Wenn aber alle mehr zusammenwachsen, ist das besser zu schaffen’’.

Gabi Hallwass-Mousalli, Abteilungsleiterin des Offenen Ganztages beim evangelischen Bildungswerk, ist mit den bisherigen Rückmeldungen zufrieden. Auch wenn das Familienzentrum gerade erst eröffnet worden ist, seien Eltern-Kind-Spielgruppen beispielsweise schon jetzt stark nachgefragt.

Für die Kurse im neuen Familienzentrum an der Grundschule Bergstraße fallen für Teilnehmer keine Gebühren an. Eine rechtzeitige Anmeldung ist allerdings erforderlich. Diese ist möglich bei Marlies Maylechner unter 0203 - 98 58 07 88 oder bei Gabi Hallwass-Mousalli unter 0203 - 29 51 28 11.

Eine Übersicht über die kursegibt es auf Flyern, die in der Schule ausliegen sowie online unter www.ebw-duisburg.de.

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