Legionellen

Eltern in Walsum fragen, ob die Duschen sicher sind

So wie auf diesem Archivbild sehen renovierte Gemeinschaftsduschen aus.

So wie auf diesem Archivbild sehen renovierte Gemeinschaftsduschen aus.

Foto: FUNKE Foto Services

Walsum.   Weil die Duschen in der Sporthalle der Don-Bosco-Schule saniert werden müssen, sind einige Eltern nervös. Sie fürchten um die Gesundheit der Kinder.

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Die Nachricht, dass die Duschen in der Sporthalle der Don-Bosco-Schule wegen eines Legionellenproblems erneuert werden, löste bei Eltern, die ihre Kinder in der angrenzenden Halle zum Schwimmen schicken, Angst aus. „Wenn die Sporthallenduschen nicht sicher sind, dann werden es die im Lehrschwimmbecken auch nicht sein“, lautet ihr Verdacht. Zumal sechs der zehn Gemeinschaftsduschen im Schwimmbad seit rund einem Jahr außer Betrieb sind.

Schreiben vom IMD soll beruhigen

Das zuständige Immobilien-Management Duisburg (IMD) beruhigt. In einem Schreiben an den Nutzer des Beckens, den Schwimmverein 1. SV Walsum, informiert das IMD: Die Duschen würden regelmäßig überprüft. „Aktuell gibt es keine negativen Analyseergebnisse.“ In der Sporthalle würden die Duschen separat überprüft.

Richtig beruhigend ist diese Auskunft für die Schwimmer nicht. Denn: Die Wasserversorgung beider aneinandergebauten Gebäude soll nach Information der Vereinsleitung aus der selben Anlage im Keller kommen. Der eine Teil des Wassers werden zur Sporthalle, der andere zum Schwimmbad geleitet.

Noch mal das IMD: „Sie können sicher sein, dass wir im Rahmen unserer Betreiberverantwortung verantwortungsvoll mit Gefährdungssituationen umgehen. Da hier keine Gefährdung vorliegt, gibt es unsererseits keine Bedenken gegen die Nutzung des Lehrschwimmbeckens.“ Dieses Schreiben hütet der Verein – für den Fall, dass doch Legionellen-Probleme auftauchen. Dann habe man rechtlich wenigstens etwas in der Hand, berichtete ein Mitglied.

Die Bezirksvertretung Walsum hatte in ihrer jüngsten Sitzung – wie berichtet – die Erneuerung der Duschen für die Sporthalle abgesegnet. Das IMD hatte schriftlich vorgetragen, dass im Wasser der Sporthalle „erhöhte Werte in Bezug auf Legionellen festgestellt worden sind“. Mit Hitze und Chemikalien habe man das Problem nicht in den Griff bekommen. Deshalb sei die komplette Erneuerung der Wasseraufbereitungsanlage mit Rohrleitungen nötig. Kosten: 160 000 Euro.

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