Bezirksvertretung

Eickmanns flammender Appell in Sachen Verkehr in Beeck

In Höhe der alten Werkshalle Beecker Straße 11 baut der Energiekonzern Innogy eine moderne Ladestation für E-Automobile.

Foto: Christian Balke

In Höhe der alten Werkshalle Beecker Straße 11 baut der Energiekonzern Innogy eine moderne Ladestation für E-Automobile.

Meiderich.   SPD-Ratsherr weist auf die Lärm-Belastungen im Bezirk hin. Fragen zur Baustelle Beecker Straße. Staunen über Verwaltung und NRW-„Lärm-Atlas“.

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Ein Schwerpunkt der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung Meiderich/Beeck war das Thema Verkehr. Ohne konkret zu werden, machte die Verwaltung in Person von Bezirksmanager Ottmar Schuwerak den Bürgern auch Hoffnung, dass ihre Anliegen ernst genommen würden.

Dies sei auch so im Fall der lärmgeplagten Anwohner auf der Möhlenkampstraße, die nun schon seit fünf Jahren darauf warten, dass die Stadt etwas gegen den Lärm unternimmt. Allerdings, sagte Schuwerak, könne er die Anfrage der SPD-Fraktion zum dortigen Lkw-Verkehr erst in einer der kommenden Sitzungen beantworten: „Da tut sich etwas, aber ich weiß noch nichts Genaues.“

Hamborner genehmigten „Meidericher“ Baumaßnahme

Der SPD-Ratsherr Herbert Eickmanns nahm das Thema dennoch zum Anlass, einen flammenden Appell in den (Sitzungs-)Raum zu stellen. „Aufhänger“ für den Beecker Ratsherrn, der selbst an der Möhlenkampstraße wohnt, war die Mittelungsvorlage DS 180734, „Erteilte Baugenehmigungen im Monat Juni 2018“.

Er sei verwundert, dass eine Baugenehmigung auf Meidericher Gebiet von der Hamborner Bezirksvertretung genehmigt worden sei. Dies sei bei der Genehmigung der Errichtung einer Stromtankstelle an der Beecker Straße 51 so geschehen, gegenüber vom großen Mitnahme-Möbelmarkt eines schwedischen Unternehmens.

„Innogy“ baut Hochgeschwindigkeits-Stromtankstellen

Natürlich würde es die SPD begrüßen, dass dort eine hochmoderne Stromtankstelle entstünde: „Wir bitten die Verwaltung allerdings, uns Einsicht in die Genehmigungsunterlagen zu geben“, sagte Eickmanns, „weil ich vermute, dass es bei der Grundstücksgröße eine Untervermietung an Speditionsunternehmen geben könnte.“

Dies, sagte Eickmanns, würde die Lkw-Verkehre in der ohnehin hoch belasteten Zone in weitere Extreme bewegen: „Daran kann im Duisburger Norden wirklich niemandem gelegen sein, deswegen sollten wir das klären.“

Das Unternehmen „Innogy“, das an der Beecker Straße die Hochgeschwindigkeits-Stromtankstelle baut, sagte der Redaktion gegenüber, dass dort derzeit keinerlei Untervermietung geplant sei.

Stadt übermittelte Lärm-Werte an Land NRW

Der Redaktion gegenüber äußerte Eickmanns anschließend sein Unverständnis über die bisherige Weigerung der Verwaltung, die Lkw-Verkehre von der Möhlenkampstraße zu verbannen: „Es gibt seit dem Frühjahr einen Lärm-Atlas für NRW“, sagte Eickmanns, der gemeinsam mit seinem SPD-Ratsgenossen Manfred Kaiser über das Thema sprach, und da zählen Teile von Beeck, unter anderem die Möhlenkampstraße, zu den am höchsten belasteten in der Stadt.“

Das für Sie unglaubliche sei, wer laut Quelle die Zahlen über die Lärmbelastung nach Düsseldorf übermittelt habe: „Unfassbar, dass die Stadt selbst, diese Zahlen übermittelt hat.“ Dieselbe Verwaltung, sagen die Ratsherren, die sich seit Jahren weigere, etwas gegen den Lärm zu tun.

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