Forderungen

Duisburger Unternehmen fordern Aufmerksamkeit für Marxloh

Der neu gegründete Werbering Marxloh präsentierte sich kürzlich auf der Weseler Straße.   

Der neu gegründete Werbering Marxloh präsentierte sich kürzlich auf der Weseler Straße.   

Foto: medienbunker

Duisburg-Marxloh.   Der Verein „Wirtschaft für Duisburg“ ist sich sicher: Duisburg schafft keinen dauerhaften wirtschaftlichen Aufschwung ohne den Norden.

Der Duisburger Norden hat durchaus Angebote und Möglichkeiten, die sich sehen lassen und gut fürs Image der ganzen Stadt sein können. Aber: Sie werden nach Meinung von Kaufleuten, privaten Bildungsträgern und Mitarbeitern der Entwicklungsgesellschaft Duisburg – um nur einige zu nennen – nicht herausgestellt. Und so lautet das Fazit der Betroffenen nach dem vierten Mercator-Treff des Unternehmerverbands Wirtschaft für Duisburg: „Der Duisburger Norden braucht Aufmerksamkeit!“

No-go-Area: Ein Begriff der die Marxloher ärgert

Dafür hatte Selgün Calisir, Vorsitzender des neuen Werberings Marxloh – wir berichteten – jüngst schon im Gespräch mit unserer Redaktion geworben. Er wirft die Kritik in den Raum, dass der Norden abgehängt sei und nicht genügend von der Stadt gefördert werde. Außerdem ärgert er sich über die Berichterstattung mancher Medien über Marxloh. Begriffe wie „No-Go-Area“ richteten einen großen Image-Schaden an mit der Folge, dass viele Menschen den Stadtteil meiden. Er fordert, dass die Müll- und Schrottimmobilienprobleme in Marxloh beseitigt werden – damit die Wohn- und Lebensqualität steigt. Marxloh sei ein Ort mit schöner Bausubstanz und einem breitgefächerten Warenangebot, womit man werben könne.

Alexander Kranki, Vorsitzender des Unternehmerverbandes Wirtschaft für Duisburg, sieht „Initiativen und Projekte mit Strahlkraft im Duisburger Norden“. Er ist sich sicher, dass es „in Duisburg keinen dauerhaften Aufschwung geben“ könne, „ohne den Norden“.

Verein „Tausche Bildung für Wohnung“ steht mit dem Rücken an der Wand

Christine Bleks, Gründerin des Vereins „Tausche Bildung für Wohnung“, fordert mehr Investitionen in die Menschen. Bildung sei das A und O. Der Verein habe inzwischen 540 Kinder gefördert – und stehe jetzt trotzdem „finanziell mit dem Rücken an der Wand“. Sie wünscht öffentliche Förderung. „Wir erledigen doch staatliche, städtische Aufgaben, ohne ausreichend Geld zum Überleben zu bekommen.“

Strahlkraft hätten auch Projekte wie der Friedrichpark (Gewerbegebiet) und der Campus Marxloh (Grillo-Gesamtschule). Kranki ist aber wichtig, dass es keinen Aktionismus gibt, sondern Projekte, die auch klappen.

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