Schulmusical

Duisburger Schüler stehen als kleine Sänger auf der Bühne

In der Schule am Röttgersbachhaben Kinder das Musical „Wir ham die Schnauze voll“ aufgeführt.

In der Schule am Röttgersbachhaben Kinder das Musical „Wir ham die Schnauze voll“ aufgeführt.

Foto: Jörg Schimmel

Duisburg-Röttgersbach.   In der Schule am Röttgersbach im Duisburger Norden haben die Kinder des offenen Ganztags ein Musical einstudiert. Sie gaben drei große Shows.

Auf dem Schulhof hört man wilde Schimpftiraden: ,,Dumme Kuh, blöder Esel”. Die Ratte, die auch oft fürs Fluchen herhalten muss, berichtet auf der Weide den anderen Tieren davon. Sie sind sich einig: ,,Da müssen wir etwas gegen tun”. Solche Beleidigungen können schließlich verletzend sein. Bei ihrem Musical ,,Wir ham die Schnauze voll” loteten Kinder des offenen Ganztages der Schule am Röttgersbach die Macht der Sprache aus – und begeisterten mit Witz und Musik zahlreiche Gäste.

Die Liebe zum Detail gehört bei den Machern dazu

Es ist so voll in der Aula der Schule, dass die Türe offen steht. Einige, die keinen Sitzplatz mehr gefunden haben, lünkern so von draußen hinein. Doch selbst auf den hintersten Plätzen, direkt an der Tür oder eben draußen, haben die Gäste Spaß. Sie werden alle hineingezogen in eine witzige Geschichte, die die zahlreichen Kinder mit Michael Gerstlauer, Betreuer des offenen Ganztages, einstudiert haben.

Die Liebe liegt bei dem Musical im Detail. Nicht nur sind Geschichte und Dialoge witzig, es stimmen auch Bühnendekoration und Verkleidungen. Die meisten Szenen spielen auf dem Schulhof, dementsprechend sind die Schulgebäude im Hintergrund der Bühne zu sehen. Besonders witzig sind allerdings die kleinen Darsteller verkleidet. Mit Masken auf den Gesichtern verwandeln sie sich in Affen, Hunde und Schweinchen. Weitere Details wie Schwänzchen oder große, an die Masken geklebte Ohren runden ihre Outfits ab.

Mit Hilfe eines Zaubers erteilen die Tiere den Kindern eine Lektion

Die Tiere stehen im Mittelpunkt des Musicals. Sie sind genervt. Nicht nur die Schimpfereien ärgern sie, sondern auch die Tatsache, dass die Menschen sie ausnutzen. ,,Man nimmt mir immer die Wolle”, sagt etwa das Schaf. Und die Kuh findet Menschen auch nervig: ,,Sie denken, ich gebe Milch, dabei klauen sie mir die Milch”. Die Tiere schmieden einen Plan, beziehungsweise übernimmt das die schlaue Eule. Mit Hilfe eines Zaubers erteilen die Tiere den Kindern eine Lektion. Sie singen und lachen. Die Gesänge sind so mitreißend, dass die Zuschauer bei den meisten Liedern schnell den Takt mitklatschen.

Dass alle Witze und Lieder so gut sitzen, liegt an einer guten Vorbereitung. Seit September arbeiten die Knirpse an dem Stück. ,,Das ist nicht so lange, wie man zunächst meint. Es waren ja auch Ferien in der Zeit. Das ist schon eine ganz besondere Leistung”, findet Ute Stratenhoff vom offenen Ganztag. Drei Vorführungen geben die Kinder. Jedes mal ist die Aula voll, jedes mal gibt es viel Applaus für die Kleinen. Und jedes Mal vertragen sich Tiere und Menschen am Ende zum Glück wieder.

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