Einsatz

Nach Sprung in den Rhein: Werksschutz greift Flüchtigen auf

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Duisburger Rettungskräfte suchten am Montagmorgen im Rhein und an den Ufern einen Mann, der wohl vor der Polizei geflüchtet war.

Duisburger Rettungskräfte suchten am Montagmorgen im Rhein und an den Ufern einen Mann, der wohl vor der Polizei geflüchtet war.

Foto: Erwin Pottgiesser / FUNKE Foto Services

Duisburg-Marxloh.  Ein Mann lädt am Rheinufer Müll ab. Als die Polizei eintrifft, springt er ins Wasser. Nach stundenlanger Suche gibt die Polizei Entwarnung.

Mit einem Großaufgebot an Polizisten sowie Einsatzbooten der Feuerwehren aus Duisburg und Wesel und einem Hubschrauber haben Einsatzkräfte am Montagmorgen einen Mann im Rhein gesucht. Während die Rettungskräfte die Suche zwischenzeitlich eingestellt hatten, ermittelt die Polizei weiter – der Mann wollte mit seinem Sprung ins Wasser offenbar vor den Beamten flüchten. Am Nachmittag gabelte der Thyssen-Werksschutz den 40-Jährigen auf.

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Laut Polizeibericht meldeten sich am Morgen Zeugen vom Alsumer Steig bei Marxloh, wo der Mann Sperrmüll aus seinem Wagen oder in den Kofferraum geladen haben soll. Als der Streifenwagen gegen 7.45 Uhr vorfuhr, sprang der Gesuchte in den Rhein und schwamm am Ufer entlang. Die Beamten verloren den Sichtkontakt.

Telefonanruf beendet den Rettungseinsatz am Alsumer Steig

Auch die Wasserrettung sowie die DLRG suchten den Rhein und die Böschungen beider Flussufer großräumig ab. Dabei unterstütze sie die Thyssen-Werkfeuerwehr. Doch auch sie konnten den Flüchtigen nicht finden.

Noch während des Einsatzes meldete sich die vermisste Person jedoch per Handy – bei wem, wollte die Polizei wegen der laufenden Ermittlung zunächst nicht verraten. Laut einer Sprecherin der Behörde war seine Identität aber inzwischen bekannt – man suche auf dieser Basis weiter nach dem 40-Jährigen.

In den frühen Nachmittagsstunden waren Mitarbeiter des Werkschutzes der Firma Thyssen auf den Mann aufmerksam geworden, weil er sich auf dem Werksgelände aufhielt. Offensichtlich war der Vermisste ein Stück flussabwärts wieder an Land gelangt, hatte dort einen Zaun überwunden und irrte umher. „Erkennbare Verletzungen waren nicht festzustellen“, berichtete die Polizei am Nachmittag.

Das Duisburger Kommissariat für Vermisstenfälle unterrichtete die Familie des Mannes. An der Suche waren insgesamt 48 Retter der Berufs-, Werk- und Freiwilligen Feuerwehr sowie der DLRG und des Rettungsdiensts beteiligt.

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