Mitmachtheater

Duisburger Kinder lernen, Lebensmittel nicht wegzuwerfen

Theaterpädagoge Patrick Strohm spielte auf dem Recyclingzentrum Nord der Wirtschaftsbetriebe Duisburg das Stück "Esst uns auf" für Kinder zwischen 8 bis 12 Jahren.

Theaterpädagoge Patrick Strohm spielte auf dem Recyclingzentrum Nord der Wirtschaftsbetriebe Duisburg das Stück "Esst uns auf" für Kinder zwischen 8 bis 12 Jahren.

Foto: Daniel Helbig

Duisburg-Röttgersbach.   Beim Mitmachtheater auf der Recyclinghof in Duisburg-Röttgersbach gab es eine amüsante und lehrreiche Vorstellung von Herrn Stinknich.

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Die Kuhkopfmaske will Tobias nicht so gerne aufsetzen. „Hast du was gegen Kühe?“ hat Patrick Strohm irritiert gefragt. Er war mit seinem Einmann-Theater im Recyclinghof Nord zu Gast. „Die stinken“, war die kurze, aber eindeutige Antwort des jungen Theaterbesuchers.

Tobias zeigte sich aber kompromissbereit. Mit einem Kaugummi ließ er sich dazu überreden, das ständige Wiederkäuen der Kühe nachzuahmen. Damit war die Rolle der Kuh Millie schon mal besetzt, Theaterpädagoge Strohm konnte aufatmen.

Der gebürtige Münchener tritt oft in Kindertagesstätten auf

Seit gut vier Jahren ist er als Müllmann „Herr Stinknich“ mit seinem Mülltheater unterwegs und klärt vornehmlich Kids in Sachen Müllvermeidung auf. Aktuell steht er mit dem Stück „Esst uns auf“ auf der - oftmals improvisierten - Bühne, das den Kindern auf spielerische Weise den richtigen Umgang mit Lebensmitteln näherbringen soll.

Der gebürtige Münchener tritt in Kindertagesstätten und vor Grundschulkindern auf, unterstützt wird er dabei oftmals von den örtlichen Entsorgungsbetrieben. In Hamborn wurde der Sozialraum des städtischen Recyclinghofs zum Kindertheater. Bevor „Herr Stinknich“ die Abenteuer rund um die Kuh Millie, die Banane Carlos, den rappenden Döner und andere schlecht behandelte Lebensmittel in Szene setzte, klärte er die gespannt auf die Geschichte wartenden Kinder erstmal über die unfassbare Verschwendung von Lebensmitteln auf: „Wisst ihr, dass die Hälfte des Essens auf der Welt weggeschmissen wird, obwohl viele Menschen hungern müssen?“

Der Ratschlag: Nur einkaufen, was benötigt wird

Das war das Stichwort für die weggeworfene Vollmilchtüte, die sich lautstark aus der Mülltonne zu Wort meldete. Eigentlich war ihr Inhalt noch ganz in Ordnung, die Tüte war noch nicht angebrochen. Sie wurde entsorgt, nur weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen war. „Das muss man aber nicht, wenn der Karton noch nicht benutzt wurde“, erklärte die traurige Tüte. Und die Moral von der Geschicht’: „Nur einkaufen, was benötigt wird.“

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