Schule

Duisburger Gesamtschule besiegelt Namibia-Partnerschaft

Auf baldiges Wiedersehen:  Schüler und Lehrer der Theodor-König-Gesamtschule in Beeck nehmen nach zwei Wochen Abschied von den fünf Gästen aus ihrer Partnerschule in Windhuk/Namibia.

Auf baldiges Wiedersehen: Schüler und Lehrer der Theodor-König-Gesamtschule in Beeck nehmen nach zwei Wochen Abschied von den fünf Gästen aus ihrer Partnerschule in Windhuk/Namibia.

Foto: Lars Fröhlich

Duisburg-Beeck.   Die Hage-G.-Geingob-Highschool wird Partner der Theodor-König-Gesamtschule. Eine fünfköpfige Delegation verabschiedet sich aus Beeck.

Im Februar waren fünf Schüler der Theodor-König-Gesamtschule (TKG) und Lehrer Frank Preuß nach Namibia gereist, nun war eine fünfköpfige Gruppe von der Hage-G.-Geingob-Highschool in der Hauptstadt Windhuk für zwei Wochen in Duisburg zu Gast. Am Sonntag nehmen sie den von Schulleiterin Ute Hoppen unterzeichneten „Letter in Intent“ mit auf den Rückweg, der die erste Kooperation einer afrikanischen und deutschen Schule im Regierungsbezirk Düsseldorf besiegelt. Bereits im kommenden Februar werden erneut Duisburger Schüler an die afrikanische Südspitze reisen, um dort ein Fahrradprojekt für die Schüler im Township Katatura zu beginnen.

„Das macht Sinn, denn mit einem Fahrrad könnten viele Schüler ihren weiten Weg zur Schule zurücklegen“, erklärt Ndimuwanokupa Kapenda. Der Namibier arbeitet in Windhuk für „Global Experience“. Den Verein gründete Christoph Lammen, in Münster Lehrer am Schiller-Gymnasium, das ebenso Unesco-Projektschule ist wie die Beecker Gesamtschule, die über ihn auch den Kontakt nach Namibia knüpfte.

Die Gäste hatten eigentlich mit sommerlichem Wetter gerechnet

„Viele unserer 900 Schüler kommen aus benachteiligten Familien, schon die Sicherheit auf dem Schulweg ist ein großes Problem“, sagt Lehrerin Semplisse Bernhard. Gerade 40 Kollegen unterrichten an der Hage-G.-Geingob-Highschool. „Manchmal haben unsere Klassen fast 50 Schüler“, erklärt Reigene Van Neel, manchmal reichten weder Tische noch Stühle. Ein Austausch von Lehrern beider Schulen wäre eine gute Idee, findet Semplisse Bernhard: „Das würde ich sehr gern machen.“

Auch sie wurde von den nasskalten Temperaturen überrascht. „Eigentlich hatten wir mit Sommer gerechnet“, sagt die Pädagogin, „aber der warmherzige Empfang unser Gastgeber hat das ausgeglichen. Ich war schon in Berlin und muss sagen: Die Menschen sind hier viel freundlicher und entspannter.“ Auf dem Besuchprogramm standen Zoo und MSV-Spiel, der Movie-Park in Bottrop und das Bochumer Bergbau-Museum, Münster, eine Erstkommunion in Laar und zum Abschluss eine Hafenrundfahrt in Duisburg.

Döner in Duisburg schmeckt besser als in Münster

Den Vergleich mit Münster, wo er sechs Monate lang lebte, zieht Ndimuwanokupa Kapenda: „Das ist ein geschliffener Diamant, Duisburg ist Rohdiamant, der noch geschliffen werden muss.“

Und das Essen? Döner, na klar, viel besser natürlich als in Münster und in Namibia weitgehend unbekannt. „Sucuk und Baclava, die türkischen Spezialitäten waren lecker“, sagen Hendrin Shikongo und Haindobo Napandulwe, die beiden Schülersprecher der neuen Partnerschule. Beide stehen vor dem Abschluss, doch für Hendrin ist klar: „Ich komme bestimmt wieder – hier würde ich gern studieren.“

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